Exkursion: Geschichte und Wirkung des Holocaust. Forschung und gedenkstättenpädagogische Arbeit zum IG Farben-Komplex
Dozent:innen: Freia AndersKurzname: Exkursion
Kurs-Nr.: 07.068.230
Kurstyp: Exkursion
Voraussetzungen / Organisatorisches
Die Exkursion steht vorrangig Studierenden im fachwissenschaftlichen Bachelorstudiengang (Kern- und Beifach) offen. Studierende des B.Ed. sind in Abhängigkeit von den Transportkapazitäten ebenso willkommen wie Studierende aus den Masterstudiengängen.Empfohlene Literatur
Katharina Stengel, Konkurrenz um verknappte Mittel. Jüdische, polnische, kommunistische Auschwitz-Häftlinge in den Verhandlungen zum Wollheim Abkommen (2008), http://www.wollheim-memorial.de/files/992/original/pdf_Katharina_Stengel_Konkurrenz_um_verknappte_Mittel_Juedische_polnische_kommunistische_Auschwitz-Haeftlinge_in_den_Verhandlungen_zum_Wollheim-Abkommen.pdf.Inhalt
Die vielfältige Geschichte und Nachgeschichte der IG Farben im Nationalsozialismus hat in Frankfurt vielfältige Spuren hinterlassen. Die Exkursion bietet die Möglichkeit, die Arbeit des Fritz-Bauer-Instituts, eine zeitgeschichtlich ausgerichtete und interdisziplinär orientierte Forschungs- und Bildungseinrichtung zur Geschichte des Holocaust, die in ihrer Form in der Bundesrepublik einmalig ist. Ein Gespräch mit Mitarbeitern gibt die Möglichkeit, die Arbeit des Instituts kennenzulernen und sich über die Forschungsfelder, gedenkstättenpädagogische Bildungsarbeit sowie das Archiv zu informieren.Der thematische Focus liegt auf der Zwangsarbeit, die in Auschwitz geleistet wurde. Besichtigt und getagt wird im Norbert Wollheim Memorial, das das Gedenken an die Opfer von Buna/Monowitz mit Informationen über die Geschichte ihrer Verfolgung und Entschädigung sowie der justiziellen Aufarbeitung des Nationalsozialismus verbindet. Es ist benannt nach Norbert Wollheim (1913–1998), Überlebender des Konzentrationslagers Buna/Monowitz, der den IG Farben-Konzern 1951 in einem Musterprozess auf Entschädigung verklagte. Als Zeitzeuge zweiter Generation steht uns Dr. Thomas Ormond, der Sohn von Wollheims Rechtsanwalt, der uns Einblicke in das forschungspraktische work and progress zu einer Biographie über Henry Ormond geben wird.
9. Dezember 2026, Treffpunkt: 10 Uhr, Foyer im Hauptgebäude der Frankfurter Uni (ehemals Zentrale des IG Farben-Konzerns)