Übung Mittelalterliche Geschichte: Burg, Hofkirche, Stadt. Adelsherrschaften am Mittelrhein im Spätmittelalter
Dozent:innen: Dr. Matthias KühlweinKurzname: Ü.Mittelalter.Gesch.
Kurs-Nr.: 07.068.150
Kurstyp: Übung
Voraussetzungen / Organisatorisches
B.A. Geschichte: Diese Übung ist Bestandteil des Moduls 3 (Mittelalterliche Geschichte). Die Übung ist unbenotet; vorausgesetzt wird eine aktive Teilnahme an der Übung. B.A. Kernfach Geschichte, M.A. Geschichte, M.Ed. Geschichte/ Aufbaumodul Mittelalter: Die Übung ist unbenotet; vorausgesetzt wird eine aktive Teilnahme an der Übung.Empfohlene Literatur
Brandt, Ahasver von, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Mit Literaturnachträgen von Franz Fuchs (Urban-Taschenbücher 33), Stuttgart [sup]18[/sup]2012.Demandt, Karl Ernst, Rheinfels und andere Katzenelnbogener Burgen als Residenzen, Verwaltungszentren und Festungen 1350-1650 (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission Neue Folge 5), Darmstadt 1990.
Hechberger, Werner, Adel im fränkisch-deutschen Mittelalter. Zur Anatomie eines Forschungsproblems (Mittelalter-Forschungen 17), Ostfildern 2005.
Kühlwein, Matthias, Die Grafen von Diez (12.-14. Jahrhundert). Handlungsspielräume eines mittelrheinischen Adelsgeschlechts (Geschichtliche Landeskunde 77), Stuttgart 2024.
Inhalt
Die Beschäftigung mit Burgen und Städten eines Herrschaftsraumes gehört zu den klassischen Themen der Landesgeschichte. Neben Burgen und Städten als zentralen, den Raum strukturierenden Orten einer Adelsherrschaft befasst sich die Forschung aber auch mit Klöstern und Stiften, zumeist im Sinne einer Familiengrablege unter dem Aspekt der Sicherung der memoria eines Adelsgeschlechts. Der Großteil der Besitzungen einer Adelsfamilie war meistens um dessen Burgen gruppiert, weshalb diese häufig als Sitze von Amtmännern, den Stellvertretern ihres Herrn, fungierten. Im ausgehenden Mittelalter wurden die Burgen als Amtssitze mehr und mehr von den Städten abgelöst.Burgen bildeten allerdings auch den räumlichen Rahmen von adligen Wohnsitzen. Seit dem 12. Jahrhundert kristallisierten sich aus den häufig aufgesuchten Orten eines Herrschaftsraumes Vororte heraus, die für das umliegende Land eine Mittelpunktsfunktion einnahmen. Ab dem späten 13. Jahrhundert kamen an einzelnen dieser Vororte nach und nach Elemente dessen hinzu, was die Forschung unter dem Begriff Residenz versteht: Es entwickelte sich eine sakrale Infrastruktur sowie ein Aufschwung des urbanen Charakters, der nicht zuletzt der Versorgung der Hofhaltung zugute kam.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung wird anhand von ausgewählten Beispielen am Mittelrhein den Formen der Ausgestaltung von Adelsherrschaften nachgegangen. Der Fokus wird dabei besonders auf den unterschiedlichen Handlungsweisen der Adeligen liegen, etwa mit welchen Mitteln sie ihre memoria sicherten, inwiefern sie sich als Städtegründer betätigten oder welche Gründe dahinterstecken könnten, wenn sie von derartigen Handlungsmustern abwichen. Neben den materiellen Elementen der Adelsherrschaften wird zudem das personelle Umfeld in den Blick genommen werden.
Zentrale Lerninhalte sind die Vertiefung der Befähigung zur Quelleninterpretation, die Vermittlung von elementaren Kenntnissen der Historischen Grundwissenschaften und die kritische Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur. Lateinkenntnisse sind erwünscht, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Dringend erforderlich ist hingegen die Bereitschaft sich mit noch nicht abgedrucktem Quellenmaterial zu beschäftigen und alte Schriften zu lesen.
Termine
| Datum (Wochentag) | Zeit | Ort |
|---|---|---|
| 23.10.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 30.10.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 06.11.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 13.11.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 20.11.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 27.11.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 04.12.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 11.12.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 18.12.2026 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 08.01.2027 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 15.01.2027 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 22.01.2027 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 29.01.2027 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 05.02.2027 (Freitag) | 16:15 - 17:45 | 01 451 P106 1141 - Philosophisches Seminargebäude |