Hauptseminar Neuzeit: Mr & Mrs President - US-American Presidential Couples Through the Centuries

Dozent:innen: PD Dr. Josef Johannes Schmid
Kurzname: HS Aufbaumodul
Kurs-Nr.: 07.068.270c
Kurstyp: Hauptseminar

Voraussetzungen / Organisatorisches

B.A. Geschichte: Dieses Hauptseminar ist Teil des Aufbaumoduls Neuzeit. Dieses Aufbaumodul setzt den erfolgreichen Besuch des Basismoduls Neueste Geschichte voraus. Das Hauptseminar wird mit einer benoteten Hausarbeit abgeschlossen; die Note der Hausarbeit bildet die Modulnote.
M.A. Geschichte, M.Ed. Geschichte: Das Hauptseminar wird mit einer benoteten Hausarbeit abgeschlossen; die Note der Hausarbeit bildet die Modulnote.

Anwesenheitspflicht

Es gilt die persönliche Anwesenheitspflicht für die Gesamtdauer der Veranstaltung, einschließlich der Vorbesprechung.

Empfohlene Literatur

Carl S. Anthony, First Ladies: The Saga of the Presidents Wives and Their Power 1789–1961, New York 1992.
Jeanne E. Abrams, First Ladies of the Republic: Martha Washington, Abigail Adams, Dolley Madison, and the Creation of an Iconic American Role, New York 2018.
John B. Roberts, Rating The First Ladies: The Women Who Influenced the Presidency, ²New York 2004.
Pierre-Marie Loizeau, “First Lady But Second Fiddle” or: the Rise and Rejection of the Political Couple in the White House, 1933-today, in: European Journal of American Studies 10.10/1 (2015), online: https://journals.openedition.org/ejas/pdf/10525.
Veronica De Sanctis, From the Kennedys to the Obamas: Style and Politics of American Presidential Couples, in: Giovanna Motta/Antonello Biagini (Hgg.), Fashion through History: Costumes, Symbols, Communication, vol. 2, Cambridge/Newcastle 2018, 318-326.
Robert P. Watson, Toward the Study of the First Lady – the State of Scholarship, in: Presidential Studies Quarterly 33/2 (2003), 423–441.

Inhalt

In der Geschichte spielen Frauen keine Rolle. Dieser unsinnige Satz hat leider nicht nur Eingang in populäre oder journalistische Übersichtsdarstellungen gefunden, sondern auch in verschiedene Beiträge zur „wissenschaftlichen Geschichtsschreibung“. Oft genug zielt eines der angeführten Beispiele gerade auf die Vergangenheit der USA, wo, so wird uns gesagt, das angebliche „schwächere Geschlecht“ nur geringe Spuren von Bedeutung hinterlassen habe.
Ohne diesbezügliche Erwähnung der indianischen Frauen und der Frauen aus der Kolonialzeit, der Frauen auf den Siedlertrecks und jener an der Westgrenze, wird sich dieser Kurs auf die allerhöchste Ebene der amerikanischen Regierung, Gesellschaft und Entscheidungsfindung konzentrieren – nämlich auf das Präsidentenpaar selbst.
Ausgehend von dem ikonischen Duo Martha und George Washington und der vermutlich ersten Blütezeit weiblichen Einflusses in der Person von Abigail Adams werden wir unsere Untersuchung entlang des Laufs der Geschichte fortsetzen, vorbei an Elizabeth und James Monroe, Louisa und John Quincy Adams, Mary und Abe Lincoln sowie Varina und Jefferson Davis, bis hinauf (oder hinab) zu Eleanor und Franklin D. Roosevelt, Marie „Mamie“ und Dwight D. Eisenhower, Jackie und John Kennedy bis hin zum derzeit amtierenden Paar.

Auf dieser langen Reise werden einige Leitfragen den Reisenden begleiten: Inwieweit war die Frau im Präsidialhaushalt an den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen und Entscheidungen ihrer Zeit beteiligt? Wie wurde das Paar während seiner Amtszeit(en) gesehen und wahrgenommen? Gab es wiederkehrende Elemente der präsidialen Tradition und Repräsentation, die die Anwesenheit beider Geschlechter erforderten? Wie hatten sich diese Paare kennengelernt – nicht nur in romantischer Hinsicht, sondern lassen sich auch Muster bei der Partnerwahl erkennen? Tauchen dabei bestimmte soziale, lokale, regionale oder konfessionelle Hintergründe oder gar einzelne Namen und Familien mehr als einmal auf unserer Liste auf? Sind tatsächliche „Dynastien“ erkennbar, und wenn ja, wie und wo?

Wie diese kurze Liste bereits andeutet, könnte ein genauerer Blick auf die Bewohner des Weißen Hauses weit mehr offenbaren als nur eine Ansammlung von Liebesgeschichten und/oder Klatschkolumnen.

Zusätzliche Informationen

Die propädeutischen Kenntnisse der Epoche werden vorausgesetzt. Das gilt auch für die geforderten Fremdsprachenkenntnisse.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung am 19./20. Februar 2027 statt, hinzukommt eine verbindliche Vorbesprechung.

Das Seminar ist als echter mehrsprachiger Kurs konzipiert; daher können alle Beiträge auf Englisch oder Deutsch gehalten werden. Aus diesem Grund sind zumindest sehr gute passive Kenntnisse dieser Sprachen zwingend erforderlich.
Bitte prüfen Sie vor Ihrer Bewerbung Ihre persönlichen Voraussetzungen.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
19.02.2027 (Freitag) 09:15 - 19:00 00 441 P10
1141 - Philosophisches Seminargebäude
20.02.2027 (Samstag) 09:15 - 19:00 00 441 P10
1141 - Philosophisches Seminargebäude