Exkursion: Süditalien: Von der Magna Graecia zum Römischen Reich
Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank; David Eibeck; Dr. Andreas GoltzKurzname: Exkursion
Kurs-Nr.: 07.068.230
Kurstyp: Exkursion
Voraussetzungen / Organisatorisches
Die Exkursion steht vorrangig Studierenden im fachwissenschaftlichen Bachelorstudiengang (Kern- und Beifach) offen. Studierende des B.Ed. sind in Abhängigkeit von den Transportkapazitäten ebenso willkommen.Anwesenheitspflicht
In dieser Lehrveranstaltung besteht nach Prüfungsordnung eine Anwesenheitspflicht.Inhalt
Die Arbeitsbereiche Alte Geschichte & Kulturgeschichte der Antike veranstalten nach mittlerweile drei Jahren wieder eine große Exkursion, die nach Süditalien führen wird. Thematisch im Vordergrund sollen dabei die vielfältigen sozialen, kulturellen und politischen Dynamiken dieser heterogenen antiken Region im Übergang von der Magna Graecia zum Römischen Reich stehen. Nur exemplarisch genannt werden können hierbei etwa die Eingliederung der im Zuge der griechischen Kolonisationsbewegung gegründeten Poleis in deren italische Umgebung, die zahlreichen Migrationsbewegungen verschiedener Bevölkerungsgruppen, die ‚großen‘ historischen Ereignisse, die sich hier abspielten (z.B. der Pyrrhoskrieg oder der Zweite Punische Krieg), die makrohistorischen und geographischen Entwicklungen sowie selbstverständlich die Auswirkungen der römischen Herrschaft auf lokale Verhältnisse. Im Zentrum wird dabei insbesondere die Region um den Golf von Tarent stehen.Die Exkursion soll die Möglichkeit bieten, in Lehrveranstaltungen an der Universität nur eingeschränkt vermittelbare Methoden kennenzulernen und anzuwenden, die sich insbesondere auf die interdisziplinäre Interaktion mit den Nachbarwissenschaften Archäologie, Epigraphik und Geographie konzentrieren werden. Dabei sollen sich die Teilnehmenden im Vorfeld Expert:innenwissen zu bestimmten Themenbereichen, Quellentypen oder Orten aneignen, auf die dann vor Ort in verschiedenen Formen zurückgegriffen werden kann (u.a. Führungen durch archäologische Stätten oder Objektpräsentationen in Museen, Hintergrundexpert:innen). Der didaktische Schwerpunkt besteht somit darin, individuell vertiefte Spezialthemen nicht nur interaktiv und räumlich eingebunden beizutragen, sondern auch als Teil eines größeren, von der gesamten Gruppe gemeinsam erforschten und zusammenhängenden Themenkomplexes zu begreifen. Das verfolgte Ziel besteht in der Reflexion über die Bedeutung (für die historische Erkenntnis) der räumlichen und geographischen Eingliederung materieller Quellen.
Des Weiteren bietet diese Veranstaltung Studierenden die einzigartige Möglichkeit, eine hochinteressante, in der Regel aber nicht so stark im universitären Fokus stehende historische Landschaft kennenzulernen und sich mit den lokalen wissenschaftlichen Institutionen und Forschenden auszutauschen.