Hauptseminar Neuere Geschichte: "Theater des Schreckens"? Strafrecht und Strafpraxis in der Frühen Neuzeit
Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Matthias SchnettgerKurzname: 07.068.20_430
Kurs-Nr.: 07.068.20_430
Kurstyp: Hauptseminar
Digitale Lehre
Das Hauptseminar findet als Präsenzveranstaltung statt. Für die Bereitstellung von Lernmaterialien etc. wird die Lernplattform Moodle genutzt.Empfohlene Literatur
Richard van Dülmen: Theater des Schreckens. Gerichtspraxis und Strafrituale in der frühen Neuzeit. 4. Aufl. München 1995; Richard J. Evans: Rituale der Vergeltung. Die Todesstrafe in der deutschen Geschichte 1532-1987. Berlin 2001; Karl Härter: Strafrechts- und Kriminalitätsgeschichte der Frühen Neuzeit. Berlin/Boston 2018 (Methodica – Einführungen in die rechtshistorische Forschung 5); Gerd Schwerhoff: Historische Kriminalitätsforschung. Frankfurt a.M. 2011 (Historische Einführungen 9).Inhalt
Hängen, Köpfen, Pfählen – die Härte und die Grausamkeit der in frühneuzeitlichen Strafgesetzbüchern vorgesehenen Sanktionen wirken auf Menschen des 21. Jahrhunderts unweigerlich befremdlich, ja abstoßend. Dennoch ist es lohnend, sich mit der Rechts- und Strafrechtsgeschichte jener Epoche zu beschäftigen.Die einschlägige Forschung fragt nicht nur nach Normen und Institutionen, sondern auch nach deren gesellschaftlicher Einbettung. Nicht zuletzt besitzen frühneuzeitliche Gerichtsakten einen sehr hohen Aussagewert für kulturgeschichtliche Fragestellungen. Das gilt z.B. für symbolisches Handeln von oder vor Gerichten und für die symbolische Dimension des Strafvollzugs, der bisweilen ein wahres „Theater des Schreckens“ erstehen ließ. Schließlich bieten Gerichtsakten vielfältige Einblicke in die Lebens- und Vorstellungswelten frühneuzeitlicher Menschen.
Diese unterschiedlichen Dimensionen des Themas werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hauptseminars an ausgewählten Beispielen ausloten.
Das Hauptseminar ist so konzipiert, dass auf eine Einführungsphase, die durch die gemeinsame Lektüre grundlegender Texte geprägt ist, Sitzungen zu Fallbeispielen folgen, die von den Studierenden in Absprache mit dem Seminarleiter eigenverantwortlich gestaltet werden. Kurze Präsentationen sind dabei vorgesehen; im Vordergrund stehen aber die gemeinsame Arbeit an Quellen und Literatur sowie die wissenschaftliche Diskussion.
Termine
| Datum (Wochentag) | Zeit | Ort |
|---|---|---|
| 13.04.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 20.04.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 27.04.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 04.05.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 11.05.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 18.05.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 01.06.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 08.06.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 15.06.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 22.06.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 29.06.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 06.07.2026 (Montag) | 08:15 - 09:45 | 02 425 P203 1141 - Philosophisches Seminargebäude |