Oberseminar Forschung (Mittelalter): Herrschaft zwischen Anspruch und Herausforderung: Kaiser Heinrich II. (1002–1024)
Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Ludger KörntgenKurzname: OS Forschung M
Kurs-Nr.: 07.068.630M
Kurstyp: Oberseminar
Voraussetzungen / Organisatorisches
M.Ed.: Dieses Oberseminar ist Teil des Aufbaumoduls Forschung im Studiengang M.Ed. Geschichte. Es bereitet auf die mündliche Modulprüfung vor, die die alte mündliche Staatsexamensprüfung ersetzt. Da beide Oberseminare, die in diesem Modul vorgesehen sind, in einer mündlichen Kollegialprüfung von 30 min. geprüft werden, müssen Sie beide Oberseminare im gleichen Semester besuchen.Empfohlene Literatur
Gerd Althoff, Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 3. Aufl., Stuttgart 2012.; Ludger Körntgen, Heinrich II.- König der Konflikte, in: Kaiser Heinrich II. Herrschaft, Handschriften und Heiligkeit im Mittelalter (Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien. Vorträge und Forschungen), hg. v. Christof Rolker, Bamberg 2024, 117–143 (PDF über: fis.uni-bamberg.de).Inhalt
Unter dem letzten Kaiser aus der Familie der Ottonen sind wesentliche Grundlagen und Strukturelemente königlicher und kaiserlicher Herrschaft im ostfränkisch-deutschen Reich, die sich während des 10.Jahrhunderts ausgebildet hatten, in besonders deutlicher Ausprägung wahrzunehmen. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Herrschaft Heinrichs II. mit dem Bischof Thietmar von Merseburg einen zeitgenössischen Chronisten gefunden hat, der uns Einblicke in Voraussetzungen und Umstände herrscherlichen Handelns ermöglicht, wie wir sie für keinen anderen Herrscher aus dem Haus der Ottonen gewinnen. Auch unter anderen Quellengruppen wie Urkunden und Herrscherbildern finden sich gerade für diesen Kaiser Zeugnisse besonderer Aussagekraft. Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, um zu fragen, ob bzw. inwieweit sich in den allgemeinen Strukturen und Bedingungen der Epoche eine "persönliche Handschrift", d.h. besondere Motive und Handlungsweisen des einzigen als Heiliger verehrten Kaisers erkennen lassen, der in der zeitgenössischen Darstellung wie in der Forschung als "Mönchskönig", als Freund des Klerus, als "Herrscher am Ende der Zeiten", aber auch als besonders entschlossen und rücksichtslos auftretender Akteur immer wieder ein deutliches persönliches Profil zu gewinnen scheint. Im Zentrum stehen dabei neuere Forschungsdiskussionen, die den oft herausgehobenen intensivierten Herrschaftsanspruch Heinrichs II. in Bezug zu den besonderen Herausforderungen stellen, mit denen sich der Herrscher konfrontiert sah.Termine
| Datum (Wochentag) | Zeit | Ort |
|---|---|---|
| 16.04.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 23.04.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 30.04.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 07.05.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 21.05.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 28.05.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 11.06.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 18.06.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 25.06.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 02.07.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |
| 09.07.2026 (Donnerstag) | 16:15 - 17:45 | 00 491 P15 1141 - Philosophisches Seminargebäude |