Übung Neueste Geschichte: Erfahrung, Protest, Ermächtigung - Arbeit und Geschlecht in quellenkritischer Perspektive

Dozent:innen: Malin Sonja Wilckens
Kurzname: Ü.Neueste.Ges.
Kurs-Nr.: 07.068.205
Kurstyp: Übung

Voraussetzungen / Organisatorisches

Keine besonderen Zugangsvoraussetzungen.
B.A. Geschichte: Diese Übung ist Bestandteil des Moduls 5 (Neueste Geschichte). Die Übung ist unbenotet; vorausgesetzt wird eine aktive Teilnahme an der Übung.
B.A. KF, M.A., M.Ed. Geschichte: Diese Übung ist Teil des Aufbaumoduls Neuzeit. Die Übung ist unbenotet; vorausgesetzt wird eine aktive Teilnahme an der Übung.
 

Digitale Lehre

Der Kurs findet online statt. Die synchronen Sitzungen werden über die in Moodle integrierte Anwendung BigBlueButton stattfinden.

Empfohlene Literatur

Julia Laite, Between Scylla and Charybdis: Women’s Labour Migration and Sex Trafficking in the Early Twentieth Century, in: International Review of Social History 62 (2017) 1, S. 37–65.
Karin Hauser, Geschlechtergeschichte als Gesellschaftsgeschichte. Göttingen 2012.
Andrea Komlosy, Arbeit. Eine globalhistorische Perspektive (13.-21. Jahrhundert), Wien 2014.
Eileen Boris/Rhacel Salazar Parrenas (eds.), Intimate Labors. Cultures, Technologies, and the Politics of Care, Stanford 2010.

Inhalt

Wie haben sich Arbeitswelten im Lauf der Zeit verändert – und welche Rolle spielte dabei Geschlecht? Die Übung nimmt den Wandel geschlechtsspezifischer (Erwerbs-)Arbeit vom 19. bis zum späten 20. Jahrhundert in den Blick und legt dabei einen Fokus auf überwiegend, aber nicht ausschließlich weibliche Arbeitsrealitäten. Im Zentrum stehen vielfältige Formen und Bereiche von Arbeit – etwa kapitalistische Lohnarbeit, Heim- und Fabrikarbeit, Sexarbeit, unbezahlte Care-Arbeit, (koloniale) Zwangsarbeit sowie politische und wissenschaftliche Tätigkeiten – sowie deren sich wandelnde geschlechtsspezifische Strukturen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Perspektiven und Erfahrungen von Arbeiter:innen. Formen von Protest, Widerstand und Organisation – etwa Streiks, Frauenbewegungen oder gewerkschaftliche Zusammenschlüsse – werden dabei ebenso untersucht wie der Handlungsspielraum (Agency) marginalisierter Akteur:innen. Die Übung verfolgt einen intersektionalen Zugang und arbeitet mit vielfältigen Quellen: Ego-Dokumenten, Verbandszeitschriften, Zeitungsartikeln, Interviews, Bildern und mehr. Ziel des Seminars ist es, ein differenziertes Verständnis von Arbeit und Geschlecht in Deutschland und anderen europäischen Ländern in ihren globalen Verflechtungen zu entwickeln.

Die Studienleistung besteht in der kurzen Kontextualisierung einer Quelle, die gemeinsam im Kurs analysiert wird. Eigene thematische Schwerpunkte können dabei gesetzt werden. Die Lehrveranstaltung kombiniert Quellenlektüre mit Textdiskussionen, Gruppenarbeit, verschiedenen Medienformaten sowie deutsch- und englischsprachigen Texten – und eröffnet neue, geschlechterhistorisch fundierte Perspektiven auf die Geschichte von Arbeit, Protest und sozialem Wandel.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
27.10.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
03.11.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
10.11.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
17.11.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
24.11.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
01.12.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
08.12.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
15.12.2025 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
05.01.2026 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
12.01.2026 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
19.01.2026 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
26.01.2026 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
02.02.2026 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt
09.02.2026 (Montag) 14:15 - 15:45 findet online statt