Seminar Neueste Geschichte (3stündig): Politische Kultur der Weimarer Republik

Dozent:innen: PD Dr. Bernhard Heinrich Dietz
Kurzname: 07.068.14_190
Kurs-Nr.: 07.068.14_190
Kurstyp: Seminar

Anwesenheitspflicht

In dieser Lehrveranstaltung besteht nach Prüfungsordnung eine Anwesenheitspflicht. Die Anwesenheit an einer Lehrveranstaltung ist noch zu bestätigen, wenn die oder der Studierende bis zu zwei Einzelveranstaltungen, höchstens aber vier Veranstaltungsstunden im Semester, versäumt hat. In begründeten Einzelfällen können Ausnahmen zugelassen werden.

Empfohlene Literatur

Andreas Wirsching, Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft. München 2000 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte, Band 58); Wolfgang Hardtwig (Hrsg.), Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Göttingen 2005; ders. (Hrsg.), Ordnungen in der Krise. Zur politischen Kulturgeschichte Deutschlands 1900-1933, München 2007.

Inhalt

Bonn ist nicht Weimar. Die Formel war grundlegend für die „alte“ Bundesrepublik, in der die politische Kultur der Weimarer Republik als eine Art Negativfolie diente, um sich der eigenen demokratischen Stabilität und Konsensorientierung zu versichern. Seit einigen Jahren, spätestens seit dem Einzug der rechtspopulistischen bis rechtsextremen AfD in den Bundestag 2017, ist allerdings von der Rückkehr „Weimarer Verhältnisse“ die Rede. Und tatsächlich kommt in Kampfbegriffen wie „Lügenpresse“, „Altparteien“, „Volksverräter“ eine politische Sprache der absoluten Feindschaft zurück, die stark an das grundsätzliche Misstrauen gegen die Legitimität des gesellschaftlichen Pluralismus der 1920er Jahre erinnert. Interessanterweise hat andererseits die jüngere historische Forschung zur Weimarer Republik sich insbesondere mit der politischen Kultur beschäftigt und dabei das alte Bild von der „Demokratie ohne Demokraten“ deutlich differenziert. Gerade weil also die erste deutsche Republik mehr war als die Vorgeschichte zum Nationalsozialismus, stellen sich somit Fragen nach strukturellen Ähnlichkeiten und Unterschieden zu heute auch historisch vor einem neuen Hintergrund.

Das Seminar wird in dieser Perspektive Grundlinien der Entwicklung der Weimarer Republik untersuchen und dabei insbesondere intellektuelle Debatten, Diskurse und symbolische Praktiken und die Rolle der Medien untersuchen. Dabei sollen auch grundlegende Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens wie Literaturrecherche, Quellenarbeit und die Gestaltung einer Proseminararbeit behandelt werden. Vorrausetzung ist die Vorbereitung und Ausfertigung eines Thesenpapiers mit Quellenbeispielen und die Präsentation der Thesen in der folgenden Sitzung anhand eines Kurzreferates. In der Regel ist das Thesenpapier dann Grundlage der Proseminararbeit von ca. 8 Seiten.

Zusätzliche Informationen

Das Seminar Neueste Geschichte nimmt innerhalb des Bachelorstudiums einen herausgehobenen Platz ein: Es übernimmt zu Beginn des Studiums einen relativ großen Anteil der propädeutischen Ausbildung, d.h. des "Handwerkszeugs des Historikers". Insofern nimmt die Propädeutik in diesem Seminar großen Raum ein. Dabei wird die Propädeutik vom Thema des Seminars her entwickelt.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
28.10.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
30.10.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
04.11.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
06.11.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
11.11.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.11.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
18.11.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
20.11.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
25.11.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.11.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
02.12.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
04.12.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
09.12.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
11.12.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
16.12.2025 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
18.12.2025 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
06.01.2026 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
08.01.2026 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
13.01.2026 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
15.01.2026 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
20.01.2026 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
22.01.2026 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
27.01.2026 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
29.01.2026 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
03.02.2026 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
05.02.2026 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
10.02.2026 (Dienstag) 18:15 - 19:00 00 421 P7
1141 - Philosophisches Seminargebäude
12.02.2026 (Donnerstag) 10:15 - 11:45 00 215 (K3) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg