Lehrveranstaltungen im laufenden Semester

Übung zur Exkursion: Das Konzentrationslager Osthofen in Geschichte und (regionaler) Rezeption

Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Meike Hensel-Grobe; Caroline Klausing; Dr. Heidrun Ochs
Kurzname: Ü.Exkursion
Kurs-Nr.: 07.068.220
Kurstyp: Übung

Voraussetzungen / Organisatorisches

Die Übung zur Exkursion steht vorrangig Studierenden im fachwissenschaftlichen Bachelorstudiengang (Kernfach) offen, die diese Exkursion auch im Rahmen einer speziellen Übung des Exkursionsmoduls planen. Studierende des B.A. Beifach sowie B.Ed. Geschichte sind in Abhängigkeit von den Kapazitäten ebenso willkommen.

Empfohlene Literatur

Norbert Frei, 1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen, München 2005.
Pavel Kolár, Historisierung, in: Historisierung Version 2.0 Pavel Kolár - Historisierung (docupedia.de).

Inhalt

Das frühe Konzentrationslager Osthofen wurde bereits im Frühling 1933 in einer ehemaligen Papierfabrik vor Ort eingerichtet. Hier wurden bis zum Sommer 1934 Gegner des NS-Regimes inhaftiert, dazu gehörten vor allem politische Opponenten wie Mitglieder der KPD, der SPD, des Zentrums und Gewerkschaftler, aber auch Juden, Zeugen Jehovas und Sinti. Ziel war die Ausschaltung der Gegner und Ausgrenzung ganzer Gruppen die letztlich zu ihrer Vernichtung führte. Viele der Inhaftierten wurden nach der Schließung des Lagers erneut verfolgt, in andere Haftstätten und Lager verschleppt und getötet. Das einzige Konzentrationslager im ehemaligen Volksstaat Hessen bestand nur kurze Zeit vom Februar 1933 bis Juli 1934. Dennoch besaß es für die regionale und gauinterne Machtetablierung und Herrschaftssicherung der NS-Herrschaft unter dem hessischen Gauleiter Jakob Sprenger eine enorme Bedeutung. Maßgeblich war hier u.a. der Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen Werner Best, ein „Prototyp des nationalsozialistischen Schreibtischtäters“. 
Die Exkursion wird sich neben der Historie des Konzentrationslagers selbst vor allem mit der Rezeption der lokalen NS-Herrschaft nach 1945 auseinandersetzen. Im Fokus stehen hierbei die sich wandelnden Geschichtsbilder sowie ihre kontroversen Deutungen in Forschung, Lokalpolitik und Medien. Die Teilnehmer*innen erarbeiten in Gruppenarbeit die Exkursion und führen sie durch – sofern es die Entwicklung des Pandemiegeschehens erlaubt.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
19.04.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
26.04.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
03.05.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
10.05.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.05.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
24.05.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
31.05.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
07.06.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
14.06.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
21.06.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
28.06.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
05.07.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
12.07.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude
19.07.2022 (Dienstag) 12:15 - 13:45 01 718
1141 - Philosophisches Seminargebäude