Lehrveranstaltungen im kommenden Semester

Hauptseminar Längsschnitt/Internationale Geschichte: Zwischen Vertreibung und "Stättigkeit". Jüdische Gemeinden in der Frühen Neuzeit

Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Matthias Schnettger
Kurzname: HS.Internat.Gesch.
Kurs-Nr.: 07.068.620
Kurstyp: Hauptseminar

Voraussetzungen / Organisatorisches

Aufbaumodul Längsschnitt/Internationale Geschichte (M.A., M.Ed.): Dieses Hauptseminar kann im Rahmen des Moduls Längsschnitt/Internationale Geschichte besucht werden. In diesem Fall wird die Hausarbeit zwar benotet, geht aber nicht in die Modulnote ein. Die mündliche Prüfung zur Vorlesung ist die Modulprüfung.

Digitale Lehre

Das Hauptseminar wird in Präsenz durchgeführt. Es nutzt die Moodle-Lernplattform lms.uni-mainz.de, zu der die durch JoguStine bestätigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer automatisch angemeldet sind. Hier werden u.a. die erforderlichen Lernmaterialien zur Verfügung gestellt.

Empfohlene Literatur

Battenberg, Friedrich: Das europäische Zeitalter der Juden. Zur Entwicklung einer Minderheit in der nichtjüdischen Umwelt Europas. 2 Bde. Darmstadt 1990; Ehrenpreis, Stefan/Gotzmann, Andreas/Wendehorst, Stephan (Hg.): Kaiser und Reich in der jüdischen Lokalgeschichte. München 2013 (Bibliothek Altes Reich 7); Gotzmann, Andreas/Wendehorst, Stephan (Hg.): Juden im Recht. Neue Zugänge zur Rechtsgeschichte der Juden im Alten Reich. Berlin 2007 (Zeitschrift für Historische Forschung, Beiheft 39); Litt, Stefan: Geschichte der Juden Mitteleuropas 1500-1800. Darmstadt 2009 (Geschichte kompakt).

Inhalt

Jüdische Menschen lebten in der Frühen Neuzeit oftmals unter prekären Bedingungen. Wie im späten Mittelalter gab es immer noch Vertreibungen, wie ab 1492 aus Spanien und Portugal, nach 1569 aus den meisten Städten des Kirchenstaats oder 1671 aus der kaiserlichen Haupt- und Residenzstadt Wien. Und auch dort, wo jüdische Gemeinden dauerhaft bestanden, existierten sie üblicherweise nur aufgrund einer bedingten und oftmals befristeten Duldung, die, wie in Frankfurt am Main, im Rahmen einer sogenannten „Stättigkeit“ strikt reglementiert wurde. Das Hauptseminar untersucht Ausprägungen jüdischen Lebens in der Spannung zwischen (drohender) Vertreibung und (prekärer) Duldung. Es fragt nach den Beziehungen zwischen den jüdischen Gemeinden und der christlichen Mehrheitsgesellschaft in der Frühen Neuzeit und eröffnet politik-, sozial-, wirtschafts- und kulturgeschichtliche Zugänge zu jüdischer Existenz im Reich und in Europa.

Das Seminar ist so konzipiert, dass auf eine Einführungsphase, die durch die gemeinsame Lektüre grundlegender Texte geprägt ist, Sitzungen zu Einzelthemen folgen, die von den Studierenden in Absprache mit dem Seminarleiter eigenverantwortlich gestaltet werden. Kurze Präsentationen sind dabei vorgesehen; im Vordergrund stehen aber die gemeinsame Arbeit an Quellen und Literatur sowie die wissenschaftliche Diskussion.

Zusätzliche Informationen

Die propädeutischen Kenntnisse der im Hauptseminar angesprochenen Epochen werden vorausgesetzt. Das gilt auch für die geforderten Fremdsprachenkenntnisse.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
25.04.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
02.05.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
09.05.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
16.05.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
23.05.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.06.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
30.05.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
20.06.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
04.07.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.06.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
11.07.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
18.07.2022 (Montag) 08:15 - 09:45 00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude