Lehrveranstaltungen im kommenden Semester

Hauptseminar Mittelalter (Schwerpunkt: Landesgeschichte): Städtische Unruhen im mittelalterlichen Reich

Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Nina Gallion
Kurzname: HS Aufbaumodul
Kurs-Nr.: 07.068.270f
Kurstyp: Hauptseminar

Voraussetzungen / Organisatorisches

M.A. Geschichte: Dieses Hauptseminar ist Teil des Aufbaumoduls Landesgeschichte. Das Hauptseminar wird mit einer benoteten Hausarbeit abgeschlossen; die Note der Hausarbeit bildet die Modulnote.

Empfohlene Literatur

Bernd-Ulrich Hergemöller, Uplop – Seditio. Innerstädtische Unruhen des 14. und 15. Jahrhunderts im engeren Reichsgebiet. Schematisierte vergleichende Konfliktanalyse (Schriftenreihe Studien zur Geschichtsforschung des Mittelalters 28), Hamburg 2012.

Eberhard Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150–1550. Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, 2. Aufl. Wien/Köln/Weimar 2014.

Knut Schulz, „Denn sie lieben die Freiheit so sehr ...“. Kommunale Aufstände und Entstehung des europäischen Bürgertums im Hochmittelalter, 2. Aufl. Darmstadt 1995.

Volker Turnau, Unruhehäufungen und ihre Zusammenhänge in Städten des Reiches zu Beginn des 14. Jahrhunderts (1300–1305), Born 2007.

Inhalt

Im Laufe des Mittelalters begann der Siegeszug der Stadt: Während einzelne Städte eine Siedlungskontinuität seit der Spätantike aufwiesen, kam es im späten Mittelalter und insbesondere ab ca. 1250 zu einem explosionsartigen Wachstum, im Laufe dessen mehr als 3.000 neue Städte entstanden. Der Erfolg dieser Siedlungsform ging zunächst von den Vorteilen aus, die Städte für ihre Herren mit sich brachten: Sie ließen sich militärisch befestigen, konnten sich aufgrund ihrer Verkehrslage und ihrer Märkte zu wichtigen wirtschaftlichen Zentren ausformen und erlaubten durch Besteuerung die weitere fiskalische Nutzung. Im gleichen Maße, wie die Städte aufblühten und sich ökonomisch entfalteten, entwickelten sich aber auch die städtischen Bevölkerungen. Die Bürgergemeinde entstand, die sich zunehmend emanzipierte und nach weitgehender Selbstverwaltung sowie Autonomie von ihrem Stadtherrn und dessen Vertretern strebte. Dieser Prozess der Kommunalisierung zog jedoch zahlreiche Reibungspunkte und Konflikte nach sich, die sich im Spätmittelalter in allerhand Unruhen und Aufständen entluden. Mal ging es dabei um die Auseinandersetzung zwischen der städtischen Gemeinde und ihrem Stadtherrn, mal kämpften die aufstrebenden Handwerkerzünfte um politische Partizipation und mal sorgten spezifische Ereignisse wie die beginnende Reformation im frühen 16. Jahrhundert für Aufruhr und Empörung, um nur wenige Beispiele zu nennen. Im Hauptseminar sollen diese und weitere Konstellationen anhand von unterschiedlichen Fallbeispielen untersucht und auf der Grundlage des vorhandenen Quellenmaterials kritisch diskutiert werden.

Das Hauptseminar startet am Dienstag, den 19. April. Der benotete Leistungsnachweis erfolgt durch eine schriftliche Hausarbeit, die im Anschluss an das Seminar zu verfassen ist. Im Rahmen der aktiven Teilnahme sind Referate sowie schriftliche Arbeitsaufträge vorgesehen, die der Vorbereitung der gemeinsamen Quellenlektüre und Diskussion dienen. 

Zusätzliche Informationen

Die propädeutischen Kenntnisse der Epoche werden vorausgesetzt. Das gilt auch für die geforderten Fremdsprachenkenntnisse.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
19.04.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
26.04.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
03.05.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
17.05.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
10.05.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
31.05.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
24.05.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
07.06.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
14.06.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
21.06.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
28.06.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
05.07.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
12.07.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15
19.07.2022 (Dienstag) 10:15 - 11:45 P 15