Willkommen!

Herzlich willkommen auf der Homepage des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte des Historischen Seminars der JGU. Hier finden Sie Informationen zu unserem Team, zu Studium und Lehre, zu Forschungsprojekten und zu Kooperationen des Lehrstuhls in Forschung und Lehre.

Köpfe in der Zeitgeschichte: Jede wissenschaftliche Einrichtung lebt von ihren Mitarbeitern - unter dem Menüpunkt "Wir über uns" stellen wir Ihnen unser Team genauer vor.

Studienangebote im Bereich der Zeitgeschichte: Das Lehrangebot des Arbeitsberich Zeitgeschichte ist breit angelegt und umfasst nicht nur die Zeitgeschichte im engeren Sinne, sondern Themen aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus der regionalen, deutschen, europäischen und außereropäischen Geschichte gleichermaßen. Es geht uns vor allem darum, in der Lehre ein breites Spektrum an interessanten Themen anzubieten. Mehr Informationen dazu finden Sie links unter dem Menüpunkt "Studium und Lehre".

Zeithistorisch forschen: Die Forschungsprojekte des Arbeitsbereichs bewegen sich in der regionalen Zeitgeschichte, der Rechtsgeschichte der Neuzeit, der Geschichte des Widerstandes und des Widerstandsrechts, der Katholizismusforschung, der grenzüberschreitenden, vor allem deutsch-französischen Beziehungsgeschichte und der Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz. Hinzu kommen  Projekte zur historischen Adelsforschung, zu Kriegskindheiten im 19. und 20. Jahrhundert, zum Themenfeld Jugend und Protest sowie theoriebildende Arbeiten zur neueren Kulturgeschichte. Mehr Informationen dazu finden Sie links unter dem Menüpunkt "Forschung".

 

Aktuelles

Herausragende Hauptseminararbeit ausgezeichnet
 

Verena Schmehl (links) und Lisa Lüdke, wissenschaftliche Hilfskräfte am Arbeitsbereich Zeitgeschichte, sind für eine gemeinsame Forschungsarbeit ausgezeichnet worden. Für ihre in einem Seminar von PD Dr. Markus Raasch zum Thema Erziehung während des Zweiten Weltkriegs entstandene Untersuchung mit dem Titel „Haltet Euch bereit, der Führer braucht euch alle! – Kriegseinsatz der deutschen Jugend am Beispiel der Stadt Worms 1939–1945“ konnten Sie am 28. Oktober in Worms den Förderpreis „200 Jahre Rheinhessen“ der Arbeitsgemeinschaft rheinhessischer Heimatforscher in der Kategorie beste Hausarbeit aus einem Hauptseminar in Empfang nehmen. Im Rahmen der Vortragsreihe „Kinder im Krieg“, die Verena Schmehl und Lisa Lüdke mit organisiert haben, stellen die beiden Studentinnen ihre Hausarbeit am 10. Januar 2017 um 18.30 Uhr in der Akademie der Wissenschaften vor.
Foto: W. Dobras


Exkursion zur "Euthanasie"-Gedenkstätte Hadamar

Die Gedenkstätte Hadamar war das Ziel einer Tagesexkursion, die im Sommersemester 2016 im Rahmen der Übung „Krankheit und Behinderung im Nationalsozialismus“ am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität  stattfand.

Unter der Leitung von Barbara Jahn M. A. besuchten die Studierenden die ehemalige Landesheilanstalt, die die Nationalsozialisten 1940 zur Tötungsanstalt umfunktioniert hatten. Etwa 15.000 Menschen waren hier im Zuge der „Euthanasie“-Verbrechen in der Zeit des „Dritten Reichs“ ermordet worden, die überwiegende Zahl der Opfer erstickt durch Kohlenmonoxid. Eine Führung vor Ort vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion eindrücklich den Ablauf der nationalsozialistischen „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ in Hadamar: Von der Ankunft der Patienten mit den berüchtigten „grauen Bussen“ in der hölzernen Busgarage im Innenhof der Anstalt bis hin zu ihrer Aufnahme im Hauptgebäude und dem Weg in die im Keller gelegene und als Duschraum getarnte Gaskammer.

Abgeschlossen wurde die Exkursion durch ein Gespräch mit der pädagogischen Mitarbeiterin der Gedenkstätte, Claudia Schaaf M. A.. Diese berichtete insbesondere über ihre Archivarbeit sowie den Umgang und die Begegnungen mit Angehörigen der „Euthanasie“-Opfer von Hadamar, die auch heute noch nach dem Schicksal ihrer Angehörigen forschen, über das in den Familien oft jahrzehntelang geschwiegen wurde.

Bildnachweis: http://www.gedenkstaette-hadamar.de, privat 


Neuerscheinung

PD Dr. Markus Raasch hat ein Buch zum Thema "Eichstätt im Nationalsozialismus" (ISBN 978-3-402-13202-9) mit herausgegeben. Untersucht werden katholische Milieustrukturen im „Dritten Reich“. Das primäre Interesse gilt aber nicht den viel beforschten Abwehrkämpfen der katholischen Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus, sondern der Frage, wie sich die soziale Praxis der „Volksgemeinschaft“ in katholischen Lebenswelten gestaltete.

 

 


Kinder im Krieg
© Hitlerjugend, Deutsches Jungvolk (Pimpfe). Tauziehen mit Gasmaske, Worms. Bundesarchiv, Bild 133–393/Unknown/CC-BY-SA 3.0.

© Hitlerjugend, Deutsches Jungvolk (Pimpfe). Tauziehen mit Gasmaske, Worms. Bundesarchiv, Bild 133–393/Unknown/CC-BY-SA 3.0.

»Kinder im Krieg« Landesgeschichtliche Perspektiven vom 16.–20. Jahrhundert

Öffentliche Vortragsreihe vom 18. November 2016 bis 7. Februar 2017. Den Programmflyer finden Sie hier.


Jugend und Protest: Forschungsprojekt vorgestellt
 

Unter Leitung von PD Dr. Markus Raasch haben Studierende eine innovative Homepage zum Thema "Jugend und Protest im historischen Wandel" erarbeitet (www.jugend-protest.com), die 12. Juli 2016 mit einer Podiumsdiskussion in der Muschel (N 1) vorgestellt wurde. Zu Gast war u.a. der Filmemacher Rainer Langhans, der als Mitglied der "Kommune 1" und Bürgerschreck Berühmtheit erlangte.


Dr. Pia Nordblom spricht vor Kambodschanischem Parlament
Mainzer Historikerin präsentiert auf Einladung der Deutschen und Französischen Botschaft und des Institut français Wege zu Annäherung und Versöhnung der deutschen und französischen Zivilgesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg

Auf Einladung der Botschaften Deutschlands und Frankreichs in Kambodscha sowie des dortigen Institut français war Dr. Pia Nordblom vom Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Mai in Südostasien zu Gast, um gemeinsam mit kambodschanischen und vietnamesischen Kollegen darüber zu diskutieren, welche Werkzeuge sich im deutsch-französischen Annäherungskontext der Nachkriegsjahrzehnte bewährt haben, welche gescheitert sind und welche sich eventuell auf die südostasiatischen Konfliktlagen übertragen lassen. Der Arbeitsbereich Zeitgeschichte am Historischen Seminar der JGU unter Leitung von Prof. Dr. Michael Kißener unterhält seit vielen Jahren eine enge Forschungskooperation mit Corine Defrance, Professorin für Zeitgeschichte am Centre national de la recherche scientifique (CNRS / SIRICE) sowie an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, um der Frage nachzugehen, welche Wege zu Annäherung und Aussöhnung die deutsche und französische Zivilgesellschaft insbesondere im Bereich der Kulturpolitik gefunden haben, um aus der vormaligen „Erbfeindschaft“ zur „Erbfreundschaft“ zu gelangen. Dr. Pia Nordblom und Prof. Dr. Corine Defrance waren nun eingeladen, unter anderem im Rahmen einer festlichen Konferenzveranstaltung im kambodschanischen Senat vor den Senatoren und vielen Abgeordneten der Nationalversammlung über ihre Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zu berichten. Außerdem waren die beiden Historikerinnen Podiumsgäste bei verschiedenen Diskussionsrunden bei Kulturinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen.

„Die Einladung nach Kambodscha ist für den Arbeitsbereich Zeitgeschichte eine Anerkennung unserer wissenschaftlichen Arbeit zum Thema der deutsch-französischen Verständigung“, betont Dr. Pia Nordblom von der JGU. „Unsere historische Forschung kann vielleicht auch in Südostasien Anregungen geben, um schwelende Konflikte in der Region friedlich und nachhaltig zu lösen.“

Zum Inhalt der Seite springen Zur Navigation der Seite springen