Dr. Bernhard Dietz

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Bernhard Dietz ist seit Februar 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-geförderten Projekt „Historische Wertewandelsforschung“ am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität tätig und untersucht Wertewandelsprozesse im Bereich der Arbeit bei Unternehmern und leitenden Angestellten im 20. Jahrhundert. Sein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Radikalisiertem Konservatismus im Europa der Zwischenkriegszeit.
Geboren 1975 in Koblenz, studierte er Volkswirtschaft, Philosophie, Neuere deutsche Literatur und Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, der Technischen Universität in Berlin, der University of Sussex in Brighton und der Humboldt-Universität in Berlin. Nach vier Jahren Forschungs- und Lehraufenthalt in London (als Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts London und des DAADs sowie als Visiting Lecturer an der Roehampton University London) schloß er im Mai 2010 seine Promotion bei Heinrich August Winkler an der Humboldt-Universität zu Berlin ab (summa cum laude). Der Titel der Dissertation lautet „Neo-Tories. Britische Konservative im Aufstand gegen Demokratie und politische Moderne (1929-39)“. Die Arbeit wurde im Mai 2012 mit dem Dissertationspreis des Arbeitskreis Deutsche England-Forschung ausgezeichnet. Im Herbst 2012 nahm er eine viermonatige Gastdozentur an der University of Glasgow wahr, die durch ein Stipendium der Hoechst-Stiftung für den wissenschaftlichen Nachwuchs gefördert wurde.

 

 

Publikationen (Auswahl):


Monographien:

Neo-Tories. Britische Konservative im Aufstand gegen Demokratie und politische Moderne (1929-39), München 2012.

Aufsätze:

Christliches Abendland gegen Pluralismus und Moderne: Die Europa-Konzeption von Christopher Dawson, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 9 (2012), H. 3, S. 491-497.

Vom Nutzen der Sozialwissenschaften für die Zeitgeschichte. Werte und Wertewandel als Gegenstand historischer Forschung, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 60 (2012), S. 293-304. (zusammen mit Christopher Neumaier)

Wertewandel in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft im 20. Jahrhundert, in: swissfuture 38 (2011) H.1, S. 12-16.

„Sterilisation of the Unfit“: Eugenikbewegung und radikale Rechte im Großbritannien der „Lost Generation“, in: Regina Wecker (Hg.), Wie nationalsozialistisch ist die Eugenik? Beitrag zur Geschichte der Eugenik im 20. Jahrhundert, Wien 2009, S. 187-198.

Countryside-versus-City in European Thought. German and British Anti-Urbanism between the Wars, in: The European Legacy: Towards New Paradigms 13 (2008), S. 801-814.

Gab es eine „Konservative Revolution“ in Großbritannien? Rechtsintellektuelle am Rande der Konservativen Partei 1929-1933, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 54 (2006), S. 607-638.     

Vorträge (Auswahl):

Werte und Wertwandel in der Geschichte. Ansatz und Methode der Historischen Wertewandelsforschung zum Vergleich mit der Soziologischen Tradition, Soziologisches Institut der Universität Zürich, November 2011.

Christoper Dawson, Die erste Blütezeit der modernen Europa-Historiographie. Deutsches Historisches Institut Rom, Rom, Mai 2010.

Degeneration and National Decline: Racial and National Hereditarianism and Eugenic Thought in Mid-Victorian Britain, Human Breeding – Proto-Eugenic Thinking before Galton, German Historical Institute Washington, September 2008.

Fighting against „left-wing mainstream” and for „true Toryism”. British anti-liberal intellectuals and their networks at the margin of the Conservative party in the 1930s, New Histories of Politics – Topics, Theories, and Methods in the History of Politics beyond Great Events and Great Men at the Central European University, Budapest, Mai 2007.

Simply „Fellow travellers of the Right” or a genuine phenomenon of English intellectual history? – The „consensus anti-Semitism” of the „New Conservatives” of the British interwar period, Antisemitism and English Culture, Birkbeck College, London, Juli 2006.

Rezensionen:

für Historische Zeitschrift, Sehepunkte, Patterns of Prejudice, H-Soz-u-Kult

 


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