Anna Kranzdorf

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Anna Kranzdorf, geboren am 2. Oktober 1986, studierte vom Sommersemester 2006 bis zum Sommersemester 2011 Geschichte und Latein auf Gymnasiallehramt. Von Juni 2008 bis zum November 2011 war sie als studentische Hilfskraft im Historischen Seminar, Abteilung für Neueste Geschichte sowie von Juni 2008 bis zum März 2010 als studentische Hilfskraft am Seminar für Klassische Philologie tätig. Im April und Mai 2014 war Anna Kranzdorf Stipendiatin am Deutschen Historischen Institut in London. Von Dezember 2011 bis Juli 2016 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte. Seit Juli 2016 hat sie die Aufgabe der Persönlichen Referentin des Präsidenten der Uni Mainz inne.

 

Dissertationsprojekt

Bildungspolitik und gesellschaftlicher Wertewandel am Beispiel des Lateinunterrichts 1920-1980

Die Arbeit will analysieren, wie Veränderungen und Reformen im Bildungswesen zustande kamen und welche Rolle dabei gesellschaftliche Werte einnahmen. Es wird angenommen, dass drei Faktoren die Entscheidungen der Bildungspolitik beeinflussen: institutionelle Logik, gesellschaftliche Wertvorstellungen und soziale Distinktion. Die Diskussionen um das Fach Latein sind dabei sehr aufschlussreich, da sie mit Fragen nach Fremdsprachenfolge und Hochschulzugang (Latinum) sowohl den Bereich der institutionellen Logik als auch der sozialen Distinktion berühren. Zudem hat das Fach Latein auch eine starke ideelle Komponente: das humanistische Bildungsideal, inhaltlich ganz unterschiedlich gefüllt, spielte in verschiedenen Diskussionen immer eine wichtige Rolle.
Methodisch werden Bildungsreformen und Reformvorschläge als Fallbeispiele herangezogen, anhand deren Aushandlungsprozessen Wertverschiebungen sichtbar gemacht werden sollen. Dabei soll ein assymetrischer Vergleich mit England helfen, die spezifisch deutschen Eigenarten des Phänomens sichtbar zu machen.

Weitere Informationen

Methodisch und thematisch ist die Arbeit eingebettet in das DFG-Projekt Historische Wertewandelsforschung

 

Veröffentlichungen

Vom Leitbild zum Feindbild? Zum Bedeutungswandel des altsprachlichen Unterrichts in den 1950er/1960er Jahren der Bundesrepublik Deutschland, in: Gab es den Wertewandel? Neue Forschungen zum gesellschaftlich-kulturellen Wandel seit den 1960er Jahren, hrsg. v. Bernhard Dietz, Christopher Neumaier und Andreas Rödder, München 2014 (Wertewandel im 20, Jahrhundert, Bd. 1), S. 337-362.

Das Kochbuch des Apicius, in: Der Neue Pauly, Supplementband 7(2010): Die Rezeption der antiken Literatur, Sp. 27-34.

 

Rezensionen

für Das Historisch-Politische Buch

für HSozKult

 

Lehrveranstaltungen

  • SoSe 2016
    Quellenlektüre: Die Neuordnung Palästinas nach dem Ersten Weltkrieg
    Übung Exkursion: Israel – Antikes Erbe und moderner Staat (zusammen mit Dr. Bernhard Dietz, Dr. Andreas Goltz und PD Dr. Bernhard Smarczyk)
  • SoSe 2015
    Übung: Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft
    Übung und Exkursion: „Blühende Landschaften“ revisited. Sachsen nach 25 Jahren Wiedervereinigung (zusammen mit Thorsten Holzhauser)
  • WS 2014/2015
    Proseminar: Der Weg in den Ersten Weltkrieg
  • WS 2013/2014
    Proseminar: Deutschland und Großbritannien in der Zwischenkriegszeit (Kurs A und B)
  • WS 2012/13
    Proseminar: Bildungspolitik und Schulwirklichkeit im 19. und 20. Jahrhundert (Kurs A und B)
  • SoSe 2012
    Übung: Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft