Thorsten Holzhauser

Dienstzimmer: 00-627
Telefon: 06131 39 27194
Fax: 06131 39 27115
E-Mail:

Sprechstunde

 

Thorsten Holzhauser, geboren 1985 in Kaiserslautern, studierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien. Von 2008 bis 2012 war er als studentische Hilfskraft am Deutschen Institut der Universität Mainz beschäftigt und von 2012 bis 2013 als wissenschaftliche Hilfskraft in der Abteilung Neueste Geschichte des Historischen Seminars. Seit Oktober 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Neueste Geschichte. Seit April 2015 gehört er als Junior-Mitglied der Gutenberg-Akademie an.

 

Dissertationsprojekt

„Antikommunismus“ und „Postkommunismus“ im vereinten Deutschland. Zur politischen Integration der PDS 1990-2005.

Als ein wesentliches Element der politischen Kultur Westdeutschlands im Kalten Krieg gilt eine parteiübergreifende Ablehnung kommunistischer Ideologien, Traditionen und Bewegungen. Aber auch nach 1989 wurde vermehrt von „Antikommunismus“ im wiedervereinten Deutschland gesprochen, namentlich im Streit um den Umgang mit der „SED-Nachfolgepartei“ PDS. Diese wurde von vielen in Politik, Wissenschaft und Medien als „undemokratisch“ oder „verfassungs-feindlich“ angesehen und anfänglich politisch isoliert. Nichtsdestotrotz wurde die Partei zunehmend akzeptiert und schließlich auch in mehrere Landesregierungen eingebunden.
Die Arbeit geht anhand von Fallbeispielen der Frage nach, 1.) wie und warum es zu dieser offensichtlichen Veränderung im Umgang mit der postkommunistischen PDS kam und 2.) welche Rolle dabei kommunistische und antikommunistische Traditionen in Ost- und Westdeutschland spielten. Insbesondere wird danach gefragt, welche Aussagen sich anhand des Integrationsprozesses der PDS über Kontinuitäten und Veränderungen in der politischen Kultur Deutschlands am Übergang von der „Bonner“ zur „Berliner Republik” treffen lassen.

Poster zum Dissertationsprojekt, Doktorandenforum des 51. Historikertags, Hamburg, 20.-23. September 2016.

 

Veröffentlichungen

„Niemals mit der PDS“? Zum Umgang der SPD mit der SED-Nachfolgepartei zwischen Ausgrenzung und Integrationsstrategie (1990-1998). In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 62 (2014), 2, S. 285-308. DOI: 10.1515/vfzg-2014-0014

(zusammen mit Andreas Lutsch) The Territorial State after 1989: Decline, Transformation, or Persistence? Conference organized by Andreas Rödder, Gerda Henkel Visiting Professor 2012/13, supported by the German Historical Institute London, the Gerda Henkel Foundation, and the London School of Economics, and held at the GHIL, 28-29 June 2013. In: German Historical Institute Bulletin 35 (2013), 2, S. 182-187.

(zusammen mit David Schumann, Andreas Lutsch und Peter Merg) Kapitalismus und Demokratie. Die Diskussion. In: Günther Nonnenmacher/Andreas Rödder (Hrsg.), Kapitalismus und Demokratie. Vierte Tendenzwende-Konferenz der F.A.Z. am 15. und 16. November 2012 in Berlin. Frankfurt am Main 2013, S. 45-47.

Drei Fragen zum Staats- und Verfassungssystem der Vereinigten Niederlande im 17. und 18. Jahrhundert. In: Skriptum 1 (2011), 1, S. 41-68. URN: urn:nbn:de:0289-2011051832
 

Vorträge und Präsentationen (Auswahl)

Posterpräsentation im Rahmen des Doktorandenforums des 51. Deutschen Historikertags, Hamburg, 20.-23. September 2016

Vorstellung der Dissertation im Rahmen des Forschungskolloquiums “Probleme historischer Forschung” (Prof. Dr. Andreas Rödder), Mainz, 18. Dezember 2013 und 22. Juli 2016

Vorstellung der Dissertation im Rahmen des Forschungskolloquiums Zeitgeschichte (Prof. Dr. Edgar Wolfrum), Heidelberg, 13. Juni 2016

Vortrag auf der Seventh Düsseldorf Graduate Conference on Party Research (Titel: Party History from a Political Cultural Perspective: The Integration of the PDS in Germany 1990-2005), Düsseldorf, 12.-13. Februar 2016

Vortrag auf der Konferenz “Historical Memory of Central and East European Communism” (Titel: Nothing learned from the past? Historical memory of German post-communists and its functionalization after 1989), Prag, 14.-15. November 2015

Vorstellung der Dissertation im Rahmen des Interuniversitären Doktorandenseminars Bonn-Mainz-München (Prof. Dr. Joachim Scholtyseck; Prof. Dr. Andreas Rödder; Prof. Dr. Andreas Wirsching), Bonn, 17.-18. Juli 2015

 

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2016/2017

  • Übung Englische Quellenlektüre: The Thatcher Years (Kurs A & B)

Wintersemester 2015/2016

  • Übung Historische Darstellung: Die Ära Adenauer
  • Hauptseminar: Die Neuordnung Europas nach 1989 (mit Prof. Rödder)

Sommersemester 2015

  • Proseminar: Antikommunismus in der Geschichte der Bundesrepublik
  • Übung und Exkursion: „Blühende Landschaften“ revisited. Sachsen nach 25 Jahren Wiedervereinigung (zusammen mit Anna Kranzdorf)

Wintersemester 2014/2015

  • Proseminar: Die politische Kultur der Weimarer Republik

Sommersemester 2014

  • Übung: Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft (Kurs A & B)
  • Hauptseminar: Der Sturz der SED und das Ende der DDR (Seminarassistenz bei Prof. Rödder)