Dr. Richard Engl


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Zur Person

2000-2008 Studium der Medizin, Geschichte, Germanistik, Psychologie und (Schul-)Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Università degli Studi di Pisa mit ärztlicher Vorprüfung und Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt (jeweils mit Auszeichnung), Staatsexamensarbeit über Chronistik und Selbstverständnis der stauferzeitlichen Seemacht Pisa bei Prof. Dr. Knut Görich, München.
2014 Promotion (summa cum laude) über die Beziehungen von Muslimen und Christen im Süditalien der Staufer und Anjou bei Prof. Dr. Lukas Clemens, Trier.

2008-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Exzellenzcluster der Universitäten Trier und Mainz "Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke" an der Universität Trier.
Ab 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Forschungsschwerpunkte

Kultur- und Sozialgeschichte des Hochmittelalters und beginnenden Spätmittelalters, insbesondere Geschichte Italiens und des Kaisertums, Stadtgeschichte, Minderheitengeschichte, Historiographiegeschichte, Mentalitätsgeschichte, transkulturelle Geschichte und Netzwerkanalyse historischer Personenverbände.

Stipendien und Auszeichnungen

Studienstipendium nach dem bayerischen Begabtenförderungsgesetz
Studienstipendium des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient
Forschungsstipendien des Deutschen Historischen Instituts in Rom
Reisestipendium des German Historical Institute in Washington DC
Wissenschaftlicher Förderpreis der Stauferstiftung Göppingen für die Dissertation

Akademische Selbstverwaltung

2016-2017 Gewählter Mittelbauvertreter im Leitungsgremium des Historischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mitglied des Bachelor/Master-Ausschusses und des Arbeitskreises zur Reform der Studieneingangsphase

Laufende Projekte

Habilitationsprojekt "Mediziner im Zentrum der Macht. Leibärzte an Höfen des Spätmittelalters"
Gutenberg Lehrkolleg-Projekt "Digitale Medien als Herausforderung für die geschichtswissenschaftliche Lehre" gemeinsam mit Dr. Bernhard Dietz, Dr. Andreas Goltz und Dr. Heidrun Ochs

Schriften

Monographien

  • Die verdrängte Kultur. Muslime im Süditalien der Staufer und Anjou (12.-13. Jahrhundert), Ostfildern (Mittelalter-Forschungen) (im Druck). 

Aufsätze / Miszellen

  • A Society on the Move: Muslim Towns in Hohenstaufen Sicily as Places of Migration and Communication, in: Sammelband zur Tagung „Urban Dynamics and Transcultural Communication in Medieval Sicily“, Heidelberg 26.-27. November 2015 (im Druck).
  • ʿAbd al-ʿAzīz von Lucera († 1301): Aufstieg und Fall eines muslimischen Ritters im Königreich Sizilien, in: Sammelband zur Tagung "Christen und Muslime in der Capitanata im 13. Jahrhundert – Cristiani e musulmani in Capitanata nel XIII secolo", Rom 16.-18. Mai 2012 (im Druck).
  • Der lange Weg in den Süden. Neues zu Heinrich VI., Konstanze und den Muslimen Siziliens, in: Friedrich Barbarossa, Göppingen 2017 (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 36), S. 100-130.
  • Religionskonflikt im Protostaat? Die Deportation der Muslime Siziliens durch Kaiser Friedrich II. (1223-1246/7), in: Erzwungene Exile. Umsiedlung und Vertreibung in der Vormoderne (500 bis 1850), hg. von Thomas Ertl, Frankfurt a.M./New York 2017, S. 81-106.
  • Mit dem Lösegeld finanziert: Kaiser Heinrich VI. erobert das Königreich Sizilien, in: Richard Löwenherz. König - Ritter - Gefangener, hg. von Alexander Schubert, Regensburg 2017, S. 280f.
  • Das Ende muslimischen Lebens im mittelalterlichen Süditalien. Netzwerkanalytische Überlegungen zu einer hundertjährigen Forschungsfrage, in: Gesellschaftliche Umbrüche und religiöse Netzwerke. Analysen von der Antike bis zur Gegenwart, hg. von Daniel Bauerfeld, Lukas Clemens, Bielefeld 2014 (Sozialtheorie), S. 119-154.
    Rezension: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. April 2014, S. N3.
  • Die Stadt als Glied des Reiches. Kommunales Selbstverständnis der Barbarossazeit am Beispiel Pisas, in: Frühmittelalterliche Studien 47, 2013, S. 149-184.
  • Gemeinsam mit Atria A. Larson: Ein unbeachtetes Zeugnis zum dritten Laterankonzil: Bernardo Maragones Annales Pisani, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 97, 2011, S. 357-368.
  • Eine Stadt ordnet ihre Erinnerung. Kommuneentwicklung und Wissensräume im Pisa des 12. Jahrhunderts, in: Orte – Ordnungen – Oszillationen. Raumerschaffung durch Wissen und räumliche Struktur von Wissen, hg. von Natalia Filatkina, Martin Przybilski, Wiesbaden 2011 (Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften 4), S. 1-18.
  • Safran, Schach und Sondersteuern. Arabisch-muslimische Lebensformen im Königreich Sizilien, in: Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa, Bd. 1: Essays, hg. von Alfried Wieczorek, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter, Darmstadt 2010, S. 332-340.
  • Geschichte für kommunale Eliten. Die Pisaner Annalen des Bernardo Maragone, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 89, 2009, S. 63-112.
    Italienische Rezension: Bollettino storico Pisano 80, 2011, S. 277-280.

Kleinere Beiträge

  • Tagungsbericht Studieren im Rom der Renaissance – Studiare nella Roma del Rinascimento, Rom 23. Februar 2012, in: H-Soz-u-Kult, 18.05.2012.
  • Gemeinsam mit Jan Keupp: Jubiläumsfaltblatt "Apud Geppingin". Die Göppinger Barbarossa-Urkunde von 1154, Göppingen 2004.