Historisches Seminar

1. Kurze Geschichte des Seminars

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz gehörte zu den ersten universitären Neugründungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie nahm am 15. Mai 1946 ihren Lehrbetrieb auf. Mit der Gründung der Universität ging der Aufbau des Historischen Seminars einher, dessen zunächst einziger Ordinarius (und gleichzeitig Gründungsdekan der Philosophischen Fakultät) Leo Just war. Er wirkte mit an der Berufung der Historiker Eugen Ewig und Theodor Schieffer. Konzipiert war zunächst ein Gesamthistorisches Seminar; mit der Berufung Hans Ulrich Instinskys zum Ordinarius für Alte Geschichte im Wintersemester 1948/1949 und der Gründung eines Institutes für Osteuropakunde im Wintersemester 1949/1950 gingen sowohl die Alte Geschichte als auch die Osteuropäische Geschichte jedoch zunächst eigene institutionelle Wege.

Mit der Zeit wuchs das Historische Seminar auf sechs Abteilungen auf, darunter Abteilungen für Neuere Geschichte, Mittlere Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte, Neueste Geschichte, Byzantinistik und Zeitgeschichte. Auch die Osteuropäische Geschichte trat dem Historischen Seminar schließlich als Abteilung bei. 2010 kam das Institut für Alte Geschichte als weitere Abteilung des Historischen Seminars hinzu; gleichzeitig wurde die Geschichtsdidaktik zu einem eigenen Arbeitsbereich aufgewertet und die Abteilungsgliederung auf Grund einer neuen Organisationsregelung reformiert. Heute präsentiert sich das Historische Seminar als gesamthistorisches Seminar mit einer attraktiven Differenzierung in unterschiedliche epochal, regional und sektoral definierte Arbeitsbereiche und einem entsprechend differenzierten Spektrum an Lehrangeboten und Forschungstätigkeiten.

Lesetipp: Wojtynowski, Katja: Das Fach Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1946 - 1961: Gründung und Ausbau des Historischen Seminars, des Instituts für Alte Geschichte und der Abteilung Osteuropäische Geschichte am Institut für Osteuropakunde. Stuttgart: Steiner, 2006 [= Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge. Band 4].  

2. Verfasstheit des Seminars

Den Vorgaben des Landeshochschulgesetzes RLP und der Grundordnung der JGU folgend arbeiten alle Statusgruppen der Universität im Historischen Seminar mit. Das bedeutet im Einzelnen folgende Gruppen und folgende Gremien:

3. Arbeitsbereiche des Seminars

Die Differenzierung in verschiedene historische Arbeitsbereiche ist selbst historisch gewachsen. Derzeit umfasst das Historische Seminar die folgenden Arbeitsbereiche:

4. Strukturen in Studium und Lehre

Der Bereich "Studium und Lehre" umfasst Aufgaben auf ganz unterschiedlichen Ebenen: