B.Ed.-Abschluss

1. Allgemeine Vorgaben

Die B.Ed.-Abschlussarbeit (Bachelorarbeit) schließt das Studium des B.Ed. ab. Sie soll zeigen, "dass die Kandidatin oder der Kandidat in vorgegebener Zeit eine begrenzte Aufgabenstellung aus seinen Studienfächern selbständig lösen kann" (Prüfungsordnung für den B.Ed., § 15 Absatz 1). Weiter ergänzt die Prüfungsordnung: "Die Ausgabe des Themas soll in der Regel ab der Mitte des 5. Fachsemesters beantragt werden. Es darf erst ausgegeben werden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat mindestens 120 der in § 6 Abs. 2 genannten Leistungspunkte erworben hat. [...] Sofern die oder der Studierende nicht innerhalb von 6 Wochen nach dem Bestehen aller Modulprüfungen ein mit einer Betreuerin oder einem Betreuer abgestimmtes Thema vorlegt, vergibt die oder der Vorsitzende des Zentralen Prüfungsausschusses für das Lehramt ein Thema." Wichtig ist: Wenn Sie die B.Ed.-Arbeit in Geschichte schreiben, werden Sie die M.Ed.-Arbeit im anderen Fach schreiben müssen - und ungekehrt. Im Rahmen des B.Ed. ist jedoch auch eine Abschlussarbeit im Fach Bildungswissenschaften möglich.

2. Administration

Ihre Bachelorarbeit wird (selbst wenn Sie die Arbeit in Geschichte schreiben!) nicht über das Prüfungsamt Geschichte angemeldet und verwaltet, sondern über das Hochschulprüfungsamt für das Lehramt (HPL). Genauere Fragen zur Anmeldung und Verwaltung Ihrer Bachelorarbeit müssen Sie dort klären. Die rechtlichen Grundlagen zur Bachelorarbeit finden Sie in § 15 der einschlägigen Prüfungsordnung (Ordnung für die Prüfung im lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang). Weitere Hinweise, insbesondere zum Procedere, finden Sie auf der Homepage des HPL unter der URL:

Das HPL ist für die gesamte Administration der Bachelorarbeiten in den Lehramtsbereichen zuständig; belastbare Auskünfte können Sie dort also viel eher erwarten als im Studienbüro Geschichte. Lediglich bei konkreten Fragen zu Bachelorarbeiten im Fach Geschichte können Sie gerne auf uns oder die Studienfachberatung Geschichte im Lehramt zukommen.

3. Umfang und Form der Bachelorarbeit

Die Prüfungsordnung für den Bachelor of Education setzt den zeitlichen Umfang der Bachelorarbeit auf acht Wochen fest. Das dürfte für die meisten aktuell eingeschriebenen B.Ed.-Studierenden auch die gültige Regelung sein (bei Unsicherheit erhalten Sie eine verbindliche Auskunft, in welchem Zeitrahmen Sie schreiben dürfen, im Hochschulprüfungsamt für das Lehramt (HPL)).

Das Historische Seminar hat sich darauf verständigt, für die schriftliche Bachelorarbeit im Bachelor of Education Geschichte einen ungefähren Rahmen von 25 Seiten Umfang vorzugeben. Das entspricht einem Zeichenumfang von max. 90.000 Zeichen inkl. Leerzeichen.

Nach Prüfungsordnung soll in diesem Rahmen gezeigt werden, "dass die Kandidatin oder der Kandidat in vorgegebener Zeit eine begrenzte Aufgabenstellung aus seinen Studienfächern selbständig lösen kann" (§ 15 Abs. 1 BEDPO). Die Betreuerin oder der Betreuer der Arbeit haben ihrerseits "die Pflicht, die Kandidatin oder den Kandidaten bei der Anfertigung der Bachelorarbeit anzuleiten und sich regelmäßig über den Fortgang der Arbeit zu informieren".

Zur Form: Der Rand sollte links sowie oben 4 cm und rechts sowie unten 2 cm nicht unterschreiten. Der Text ist in 12 Pt. großer Schrift mit einem 1½-zeiligen Abstand im Blocksatz zu formatieren. Es gelten die für alle wissenschaftlichen Arbeiten gültigen Zitierregeln des Historischen Seminars. Alles weitere Formale besprechen Sie direkt mit dem HPL.

4. Absprachen des Historischen Seminars zu Betreuung und Erwartungshorizont

 Das Historische Seminar hat folgende Entscheidungen zur Betreuung von Bachelorarbeiten und Erwartungshorizont getroffen:

Themenstellung/Erwartungshorizont: Gemäß der Prüfungsordnung soll durch die Bachelorarbeit nachgewiesen werden, „dass die Kandidatin oder der Kandidat dazu in der Lage ist, ein Problem aus dem Gegenstandsbereich des Kernfaches mit den erforderlichen Methoden in dem festgelegten Zeitraum zu bearbeiten“. Unterschiede zwischen B.A.- und B.Ed.-Arbeiten können bei der Themenstellung insofern zum Tragen kommen, als die B.Ed.-Studierenden keine Haupt- und regulären Oberseminare besucht haben und die Bearbeitungszeit für B.Ed.-Arbeiten geringfügig kürzer ist. Da das Historische Seminar den B.Ed.-Studiengang jedoch als wissenschaftliches Lehramtsstudium begreift, besteht indes für B.A.- und B.Ed.-Arbeiten prinzipiell derselbe Erwartungshorizont: Die Studierenden sollen in einem überschaubaren Forschungsfeld ihre Fähigkeit zum angeleiteten, im Übrigen aber eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten unter Beweis stellen. Dieser Erwartungshorizont soll den Studierenden deutlich vermittelt werden. Hilfreich kann in diesem Zusammenhang auch der Verweis auf die Bewertungskriterien des Historischen Seminars für Hauptseminar- und Abschlussarbeiten sein, die für B.A.- und B.Ed.-Arbeiten in gleicher Weise gelten.

Betreuung: Gemäß der Prüfungsordnung (B.A.) hat die Betreuerin/der Betreuer der Arbeit „die Pflicht, die Kandidatin oder den Kandidaten bei der Anfertigung der Bachelorarbeit anzuleiten und sich regelmäßig über den Fortgang der Arbeit zu informieren“. Das Historische Seminar bekennt sich zum Grundsatz einer dichten und intensiven Betreuung. Dabei besteht jedoch eine Holschuld der Studierenden: Es liegt in ihrer Verantwortung, wie sie das Beratungs- und Betreuungsangebot wahrnehmen.

Ein zentraler Punkt bei der Betreuung von Bachelorarbeiten ist die Anleitung der Studierenden bei der Themenfindung und Themeneingrenzung. Eine nützliche Hilfestellung kann es sein, die Studierenden zur Vorlage eines Exposés, einer Quellen- und/oder Literaturliste zu verpflichten. Bei allen diesen Maßnahmen geht es aber nicht darum, den Studierenden die Themenfindung und die Formulierung einer geeigneten Leitfrage abzunehmen. Während der Schreibphase soll die intensive Betreuung durch verpflichtende Beratungstermine oder eine deutlich akzentuierte Gesprächsbereitschaft der Betreuerin/des Betreuers gewährleistet werden. Die Prüflinge sollen ermuntert werden, bei Bedarf konkrete Fragen zu stellen. Um den Fortgang der Arbeit an einer Bachelorarbeit einschätzen zu können, kann es auch hilfreich sein, sich einzelne Teile (z.B. Einleitung) vorlegen zu lassen.

5. Prüfungsberechtigte im Bachelor of Arts und Bachelor of Education Geschichte

Die Prüfungsordnungen für den Bachelor of Arts und den Bachelor of Education Geschichte legen die Gruppe der Prüfungsberechtigten sehr weit fest:

"§ 8
Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer (2) Prüferinnen oder Prüfer sind Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, Habilitierte, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Aufgaben gemäß § 56 Abs. 1 Satz 2 HochSchG, Lehrbeauftragte gemäß § 63 HochSchG sowie Lehrkräfte für besondere Aufgaben gemäß § 58 HochSchG. Professorinnen und Professoren im Ruhestand, Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren sowie in der beruflichen Praxis erfahrenen Personen gemäß § 25 Abs. 4 Satz 2 HochSchG können durch Beschluss des jeweils zuständigen Prüfungsausschusses auf Vorschlag des zuständigen Fachbereichsrats zu Prüferinnen oder Prüfern bestellt werden."

In § 15 der Prüfungsordnung für den B.A. Geschichte ist darüber hinaus festgelegt: "Mindestens eine oder einer der Gutachtenden soll dem zuständigen Fachbereich der Universität Mainz oder einer kooperierenden Hochschule angehören und Hochschullehrerin oder Hochschullehrer sein oder im jeweiligen Fach habilitiert sein."

Das Historische Seminar hat sich entschieden, den Kreis der Prüfungsberechtigten im Wesentlichen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars zu begrenzen und zudem darauf zu achten, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf befristeten Qualifizierungsstellen Bachelorarbeiten nur auf der Basis von Freiwilligkeit annehmen, um sie in der wichtigen Qualifizierungsphase vor Überlasten zu schützen. Lehrende, die Sie unten nicht in der Liste finden, können auf Anfrage prüfen; Sie dürfen sie gerne selbst ansprechen.

Unter diesen allgemeinen Vorgaben sind im Bachelor of Arts und den Bachelor of Education Geschichte die folgenden Personen grundsätzlich prüfungsberechtigt (und nicht grundsätzlich auch prüfungsverpflichtet ...; im Übrigen lose nach der Modulstruktur in den Bachelorstudiengängen geordnet):

Alte Geschichte 
  • Marietta Horster
  • Thomas Blank
  • Bernhard Smarczyk
  • Lucia Cecchet
  • Andreas Goltz
  • Christoph Begass
Mittelalter 
  • Michael Matheus
  • Ludger Körntgen
  • Jörg Rogge  
  • Regina Schäfer
  • Heidrun Ochs
  • Johannes Pahlitzsch
  • Klaus-Peter Todt
Neuere Geschichte/Frühe Neuzeit
  • Matthias Schnettger
  • Bettina Braun
  • Josef J. Schmid
  • Johannes Dillinger
  • Sebastian Becker
  • Tobias Huff
  • Gunter Mahlerwein
  • Jan Kusber
  • Hans-Christian Maner
  • Andreas Frings 
  • Verena von Wiczlinski
Neueste Geschichte
  • Andreas Rödder
  • Johannes Hürter
  • Wolfgang Elz            
  • Bernhard Dietz
  • Michael Kißener
  • Pia Nordblom
  • Andreas Linsenmann
  • Jan Kusber
  • Hans-Christian Maner
  • Andreas Frings
  • Verena von Wiczlinski
  • Matthias Gemählich
Geschichtsdidaktik 
  • Meike Hensel-Grobe
  • Hans-Christian Maner
  • Caroline Klausing
  • Ralph Erbar
  • Stephan Schüller
Wirtschaftsgeschichte
  • Eva-Maria Roelevink

Bitte denken Sie daran, frühzeitig auf Ihre gewünschten Prüfer zuzugehen und mit Ihnen sowohl das Thema als auch den Zeitraum der Arbeit abzustimmen. Bedenken Sie dabei auch, dass nicht jede/r Prüfer/in alle denkbaren Themen prüfen geschweige Sie fachlich kompetent beraten kann; hier ist eine vorherige Absprache sehr sinnvoll!