Studienmanager

Dr. phil. Andreas Frings

Akademischer Oberrat

1. Kontakt

Raum: 01-537
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Sprechstunde

MI 9.00-11.00 Uhr

Ausnahmen von der Sprechstunde finden Sie unter Studienbüro.

Blog

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2. Akademischer Lebenslauf

Eigene Studienfächer

Osteuropäische Geschichte, Slavistik, Jura

Akademische Laufbahn

1996-2002
Studium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

1998-2002
Stipendiat des Cusanuswerkes in der Grundförderung

1999/2000
Studium an der Staatlichen Universität Kazan (Russische Föderation)

2002
Abschluss als M.A. mit Auszeichnung in Osteuropäischer Geschichte

seit 2002
Doktorand und Lehrbeauftragter am Institut für Osteuropäische Geschichte

2002-2005
Stipendiat des Cusanuswerkes in der Promotionsförderung

seit 2004
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars an der Universität Mainz

Dezember 2005
Verteidigung der Dissertation (Gesamtnote: summa cum laude)

2006
Unterstützung bei der Vorbereitung eines DFG-Forschergruppenantrages "Historische Reformforschung"

2007
Koordination eines Antrags für einen Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (gemeinsam mit Andreas Hütig) im Rahmen der Landesexzellenzinitiative des Landes Rheinland-Pfalz

2008
Nominierung für den Lehrpreis des Landes Rheinland-Pfalz durch die Fachschaft Geschichte, das Historische Seminar und den Fachbereich 07 Geschichts- und Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (mit anschließender Evaluation der Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2008)
Evaluation durch Teilnehmer der Übung "Polen-Litauen in der Frühen Neuzeit"
Evaluation durch Teilnehmer des Proseminars "Sowjetische Deutschlandpolitik 1945-1955"
Gewählter Vertreter des Mittelbaus im Leitungsgremium des Historischen Seminars
Koordination der Vorbereitung eines Verbundforschungsprojektes im Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Thema "Politische Integration"

2009
Teilnahme am Methodenseminar des Zentrums für Historische Sozialforschung (ZHSF) in Köln
Ernennung zum Assistenten der Geschäftsführung und Studienmanager des Historischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2010
Ernennung zum Akademischen Rat als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2012
Einwerbung eines GLK-Projektes mit Christine Kleinjung und Andreas Linsenmann zum Thema: "Geschichte können. Impulse zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik in geschichtswissenschaftlichen Proseminaren"
Lehrpreis des Senats der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (» Evaluation)

2015
Beförderung zum Akademischen Oberrat

Mitgliedschaften

Verband der Osteuropahistorikerinnen und -historiker e.V. (VOH)
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Verein der Freunde der Geschichtswissenschaften Mainz e.V. (Vorstand)
Forum Junge Kulturwissenschaften des Forschungsschwerpunktes Historische Kulturwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
QUANTUM Arbeitsgemein­schaft für Quantifizierung und Methoden in der historisch-sozialwissenschaftli­chen Forschung e.V.
International Network for Theory of History

3. Veröffentlichungen

Bücher, Sammelbände und Themenhefte

  • (Hg.) Neuordnungen von Lebenswelten? Studien zur Gestaltung muslimischer Lebenswelten in der frühen Sowjetunion und in ihren Nachfolgestaaten. Münster 2006 (= Mainzer Beiträge zur Geschichte Osteuropas; Band 2). 
  • Sowjetische Schriftpolitik zwischen 1917 und 1941. Eine handlungstheoretische Analyse. Stuttgart: Steiner-Verlag 2007 (= Quellen und Studien zur Geschcihte des östlichen Europa; Band 73). 
  • (Hg. gemeinsam mit Jan Kusber:) Das Zarenreich, das Jahr 1905 und seine Wirkungen. Bestandsaufnahmen. Münster 2007. 
  • (Hg. gemeinsam mit Johannes Marx): Neue Politische Ökonomie in der Geschichtswissenschaft/ New Political Economy in History. Historical Social Research (2007) 4. 
  • (Hg. gemeinsam mit Johannes Marx:) Erklären, Erzählen, Verstehen. Beiträge zur Wissenschaftstheorie und Methodologie der Historischen Kulturwissenschaften. Berlin: Akademie Verlag 2008 (= Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften).
  • (Hg. gemeinsam mit Andreas Linsenmann und Sascha Weber:) Vergangenheiten auf der Spur. Indexikalische Semiotik in den historischen Kulturwissenschaften. Bielefeld 2012 [= Mainzer Historische Kulturwissenschaften. Band 10].

Aufsätze

  • Stalinistische Kulturpolitik in der Republik Tatarstan. Unveröffentlichte Magisterarbeit. Mainz 2002. 
  • Reforma pis'mennosti v Tatarstane i kul'turnaja pamjat' [Die tatarische Schriftreform und das kulturelle Gedächtnis]. In: Ab Imperio (2004) 3, S. 175-210. 
  • Die tatarische Schriftreform und das kulturelle Gedächtnis [Mainzer Arbeitspapiere zur Geschichte Osteuropas (2004) 1]. (Übersetzung von: Tatarskaja pis'mennost' i kul'turnaja pamjat') 
  • Sorevnovanie modelej. Tatarskaja delegacija na Tjurkologiceskom s-ezde v Baku v 1926 g. (Соревнование моделей: татарская делегация на Тюркологическом съезде в Баку в 1926 г.). In: Etnograficeskoe obozrenie (ЭТНОГРАФИЧЕСКОЕ ОБОЗРЕНИЕ)(2005) 6, S. 44-47. 
  • (gemeinsam mit Johannes Marx:) Wenn Diskurse baden gehen. Eine handlungstheoretische Fundierung der Diskursanalyse. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 16 (2005) 4, S. 81-105; sowie in: Franz X. Eder/ Reinhard Sieder (Hg.): Historische Diskursanalysen. Genealogie, Theorie, Anwendungen. Wiesbaden 2006, S. 91-112. 
  • Neukonstruktion von Lebenswelten im multiethnischen Volga-Kama-Raum. Die Apostasiewelle von 1866. In: Dietmar Neutatz/ Victor Herdt (Hg.): Gemeinsam getrennt. Bäuerliche Lebenswelten des späten Zarenreiches in multiethnischen Regionen am Schwarzen Meer und an der Wolga. Wiesbaden 2010, S. 143-164. 
  • Neuordnungen von Lebenswelten? In: Andreas Frings (Hg.): Neuordnungen von Lebenswelten? Studien zur Gestaltung muslimischer Lebenswelten in der frühen Sowjetunion und in ihren Nachfolgestaaten. Münster 2006, S. 9-24. 
  • Der Schleier als Ausdruck lokaler Renitenz? Reaktionen auf die "Befreiung der Frau" in der frühen Sowjetunion. In: Andreas Frings (Hg.): Neuordnungen von Lebenswelten? Studien zur Gestaltung muslimischer Lebenswelten in der frühen Sowjetunion und in ihren Nachfolgestaaten. Münster 2006, S. 63-98.
  • Friendly Fire. A Critical Review of the New Imperial History of the Post-Soviet Space from an analytic-philosophical point of view. In: Ab Imperio (2006) 1, S. 329-352.
  • Rationales Handeln und historische Erklärung. In: Journal for General Philosophy of Science/ Zeitschrift für allgemeine Wissenschaftstheorie (2007) 1, S 31-56.
  • Tatar Jadids in Politics? Muslimische Reform statt tatarischer Revolution an der Mittleren Wolga. Erscheint in: Jan Kusber, Andreas Frings (Hg.): Das Zarenreich, das Jahr 1905 und seine Wirkungen. Bestandsaufnahmen. Münster 2007, S. 287-322.
  • Zwischen Ökonomie und Geschichte. Ein Plädoyer für den Dialog der Politikgeschichte mit der empirisch-analytischen Politikwissenschaft. In: Johannes Marx, Andreas Frings (Hg.): Neue Politische Ökonomie in der Geschichtswissenschaft/ New Political Economy in History. Historical Social Research (2007) 4, S. 52-93.
  • (gemeinsam mit Johannes Marx:) Vom Dialog der Taubstummen zum interdisziplinären Gespräch. Einleitung. In: Johannes Marx, Andreas Frings (Hg.): Neue Politische Ökonomie in der Geschichtswissenschaft/ New Political Economy in History. Historical Social Research (2007) 4, S. 7-17.
  • Erklären und Erzählen: Narrative Erklärungen historischer Sachverhalte. In: Andreas Frings/ Johannes Marx (Hg.): Erklären, Erzählen, Verstehen. Beiträge zur Wissenschaftstheorie und Methodologie der Historischen Kulturwissenschaften. Berlin: Akademie Verlag 2008 (= Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften), S. 129-164.
  • (gemeinsam mit Johannes Marx): Kultur, Rationalität und föderative Institutionen in ethnischen Konflikten. Ein metatheoretischer Vergleich konkurrierender Erklärungsversuche am Beispiel Jugoslawien. In: Przegląd Stosunków Międzynarodowych/ The International Affairs Review (2008) 1-2, S. 56-78.
  • Religion und Politik im späten Russländischen Reich. In: Historische Zeitschrift 289 (2009) 3, S. 669-702.
  • Playing Moscow off against Kazan. Azerbaijan manoeuvering to Latinization in the Soviet Union. In: Ab Imperio (2009) 4, S. 249-316.
  • Nichtkatholiken am polnischen Hof der Wettiner. In: Christine Roll/Frank Pohle/Matthias Myrczek (Hg.): Grenzen und Grenzüberschreitungen. Bilanz und Perspektiven der Frühneuzeitforschung. Köln/Weimar/Wien 2010, S. 635-663.
  • Cyrillization = Russification? Pitfalls in the Interpretation of Soviet Alphabet Policy. In: Zaur Gasimov (Hg.): Kampf um Wort und Schrift. Russifizierung in Osteuropa im 19.-20. Jahrhundert. Göttingen 2012, S. 123-140.
  • Im Prinzip ja, aber ... Weltgeschichte unter pragmatischen Vorzeichen. In: Erwägen, Wissen, Ethik : EWE = Deliberation, knowledge, ethics 22 (2011) 3, S. 366 - 369.
  • Denunzianten der Vergangenheit? Potentiale einer indexikalischen Semiotik für die Historischen Kulturwissenschaften. In: Ders./Andreas Linsenmann/Sascha Weber (Hg.): Vergangenheiten auf der Spur. Indexikalische Semiotik in den historischen Kulturwissenschaften. Bielefeld 2012 [= Mainzer Historische Kulturwissenschaften. Band 10], S. 11-33.
  • Entführung aus dem Detail. Abduktion und die Logik der kulturwissenschaftlichen Forschung. In: Ders./Andreas Linsenmann/Sascha Weber (Hg.): Vergangenheiten auf der Spur. Indexikalische Semiotik in den historischen Kulturwissenschaften. Bielefeld 2012 [= Mainzer Historische Kulturwissenschaften. Band 10], S. 115-147.
  • Historik oder Wissenschaftstheorie der Geschichtswissenschaft? In: Erwägen, Wissen, Ethik : EWE = Deliberation, knowledge, ethics 22 (2011) 4, S. 521-524.
  • (gemeinsam mit Andreas Linsenmann): Von "Geschi" zu "Geschichtswissenschaft" - Wege ins geschichtswissenschaftliche Studium. In: Zeitschrift für Hochschulentwicklung 9 (2014) 5 [Themenheft "Übergang Schule-Hochschule"], S. 149-161.
  • Geschichte, Philosophie oder Sozialtheorie? Eine Alternative zur kollektiven Intentionalität. In: Erwägen Wissen Ethik 26 (2015) 4, S. 494-496.
  • (gemeinsam mit Andreas Linsenmann): "Geschichte können" – ein Projekt zur Förderung eines produktiven Studienverlaufs und der Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen. In: Moritz, Marie-Theres (Hg.): Employability als Ziel universitärer Lehre. Innovative Lehrprojekte an der JGU. Bielefeld 2015, S. 25-34.
  • „Bakou est généralement consideré comme le centre de la varieté musulmane du Bolchevisme”. Sowjetamnesien in der Stadtgeschichte Bakus. In: Stadtgeschichten. Beiträge zur Kulturgeschichte osteuropäischer Städte von Prag bis Baku. Hg. v. Benjamin Conrad u. Lisa Bicknell, Bielefeld 2016 (= Mainzer Historische Kulturwissenschaften, 28), S. 53-69.

Übersetzungen

  • Julia Chmelevskaja: Kampf gegen den Hunger in der Ural-Region 1921-1923. Amerikanischer Angriff, lokaler Widerstand und wechselseitige Anpassung. In: Andreas Frings (Hg.): Neuordnungen von Lebenswelten? Studien zur Gestaltung muslimischer Lebenswelten in der frühen Sowjetunion und in ihren Nachfolgestaaten. Münster 2006, S. 25-61.
  • Alexander Kaplunovskiy: "Kupečeskie prikazčiki" und "torgovo-pomyšlennye služaščie". Die Dynamik sozialer Identitäten im ausgehenden Russländischen Reich im Fokus der Begriffsgeschichte. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 54 (2006) [Unterstützung].
  • Diljara Usmanova: Muslimische Repräsentation in der Entwicklung des russländischen Parlamentarismus. Muslimische Abgeordnete in der Staatsduma 1906-1907. In: Jan Kusber: Das Zarenreich, das Jahr 1905 und seine Wirkungen. Bestandsaufnahmen. Münster u.a. 2007, S. 323-347.

4. Lehrveranstaltungen

SS 2002
Der Kosovo-Konflikt (Übung)
SS 2003
Internationale Geschichte oder Internationale Beziehungen: Lernen von der Politikwissenschaft? (interdisziplinäre Übung, gemeinsam mit Johannes Marx)
SS 2004
Sowjetische Nationalitätenpolitik (russische Quellenlektüreübung)
WS 2004/2005
Muslimische Lebenswelten im Russischen Zarenreich (19. Jahrhundert) (Übung)
SS 2005
Ethnische Säuberungen in Südosteuropa und Kleinasien am Anfang des 20. Jahrhunderts (Übung)
Einführung in die europäische Geschichte (Koordination der ersten Staffel einer "Ringübung" des Mittelbaus des Historischen Seminars)
WS 2005/2006
Einführung in die Osteuropäische Geschichte (Übung)
SS 2006
Analytische Erzählungen - Zur Verbindung von narrativer und kausaler Erklärung (Hauptseminar; gemeinsam mit Johannes Marx und Jan Kusber)
WS 2006/2007
Die Russische Expansion in Zentralasien und das "Great Game" (englische Quellenlektüre)
SS 2007
Reformation und Gegenreformation in Osteuropa (Proseminar Neuere Geschichte)
WS 2007/2008
Der Zerfall Jugolawiens (Proseminar Neueste Geschichte)
SS 2008
Die sowjetische Deutschlandpolitik 1945-1955 (Proseminar Neueste Geschichte)
Polen-Litauen in der Frühen Neuzeit (Übung)
WS 2008/2009
William Coxe, Travels into Poland (englische Quellenlektüre)
Religion und Politik im späten Zarenreich (Proseminar Neueste Geschichte)
Im Reich des letzten Zaren. Russland um 1900 (Exkursion zur Mathildenhöhe in Darmstadt)
SoSe 2009
Herrschaft und Widerstand im östlichen Europa der Frühen Neuzeit (Proseminar Neuere Geschichte; gemeinsam mit Hans-Christian Petersen)
Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft (Übung)
WS 2009/2010
Die Protokolle der Weisen von Zion (Übung: Historische Darstellung)
Stalinismus und Terror in der Sowjetunion (Proseminar Neueste Geschichte)
SS 2010
Ein Volk, zur Sklaverei geboren? Ausländer über das Russische Reich in der Frühen Neuzeit (Proseminar Neuere Geschichte)
Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft (Übung)
WS 2010/2011
Sowjetische Deutschlandpolitik 1945-1955 (Proseminar Neueste Geschichte)
Die russische Expansion in Zentralasien und das "Great Game" (englische Quellenlektüre)
SoSe 2011
Herrschaft und soziale Ordnung im vorpetrinischen Russland (Proseminar Neuere Geschichte; doppelt angeboten)
WS 2011/2012
Zwangsumsiedlung, Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg (Proseminar Neueste Geschichte; doppelt angeboten)
Unternehmen Barbarossa (Übung Historische Darstellung)
SoSe 2012
Verbrechen der Wehrmacht in der öffentlichen Auseinandersetzung (Proseminar Geschichtsdidaktik)
WS 2012/2013
Deutsch-sowjetischer Krieg 1941-1945 (Proseminar Neueste Geschichte; doppelt angeboten)
Die Protokolle der Weisen von Zion (Übung Historische Darstellung)
SoSe 2013
Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich und Geschichtsbewusstsein in der Einwanderungsgesellschaft (Proseminar Geschichtsdidaktik)
WS 2013/14
Das jungtürkische Regime im Osmanischen Reich und der Völkermord an den Armeniern (Proseminar Neueste Geschichte, doppelt angeboten)
SoSe 2014
Die Blütezeit Polen-Litauens im 17. Jahrhundert. Eine Adelsrepublik im "absolutistischen" Europa (Proseminar Neuere Geschichte; doppelt angeboten)
Projektgruppe für eine geplante Ausstellung: Das Deutsche Reich und der Völkermord an den Armeniern
WS 2014/15
Nation, Religion und Modernisierung im Osmanischen und im Russischen Reich im Vergleich (19/20. Jahrhundert) (Hauptseminar, gemeinsam mit Jan Kusber)
Amerikanische und britische Quellen zum Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich (Englische Quellenlektüre)
Projektgruppe für eine geplante Ausstellung: Das Deutsche Reich und der Völkermord an den Armeniern
SoSe 2015
Der Erste Weltkrieg an "anderen" Fronten (Proseminar Neueste Geschichte, doppelt angeboten)
Osmanisch-deutsche Verflechtungen und die "Armenier-Greuel" im Ersten Weltkrieg. Dynamiken der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung (Vortragsreihe, gemeinsam mit Hans-Christian Maner)
WS 2015/16
Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft (Übung; doppelt angeboten)
SoSe 2016
"Ein Krieg, der um die ganze Existenz geführt wird, ist immer heilig, so gut in Deutschland wie in der Türkei." Der Dschihad des Osmanischen Reiches 1914 (Übung Historische Darstellung; doppelt angeboten)

5. Evaluationen

Sommersemester 2008

Wintersemester 2010/2011

Wintersemester 2012/2013

Sommersemester 2013

6. Tagungsleitungen und -organisation

Geschichte der Kindheit

Januar 2001
Tagungsort: Kirchähr
Tagungscharakter: Fachschaftstagung der Fachschaft Geschichte im Cusanuswerk (Historische Anthropologie)

Geschichte der Grenzverletzungen: Eingriffe in den menschlichen Körper

Januar 2004
Tagungsort: Dresden
Tagungscharakter: Fachschaftstagung der Fachschaft Geschichte im Cusanuswerk (Historische Anthropologie)

Die Neuordnung der Lebenswelt. Kulturelle Strategien zur Bewältigung von Umbrucherfahrungen in den muslimischen Regionen der (ehemaligen) Sowjetunion

November 2004
Tagungsort: Mainz
Tagungscharakter: "Nachwuchs"tagung für Doktoranden der Osteuropäischen Geschichte und der Islamwissenschaften/ Orientalistik
Finanzierung: Zentrum für Interkulturelle Studien, Mainz (Historische Anthropologie)

Dichtung und Wahrheit. Zum Verhältnis von Narration und Erklärung in den Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften

November 2006
gemeinsam mit Dr. phil. Johannes Marx
Tagungsort: Mainz
Tagungscharakter: Grundlagentagung, Reflexion der philosophischen Grundlagen der Humanwissenschaften aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen mit einem Schwerpunkt auf Anregungen aus der analytischen Philosophie (Wissenschaftstheorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft)
Finanzierung: Gerda Henkel Stiftung

New Institutional Economics oder Zählen und Messen - von den Herausforderungen der Wirtschaftsgeschichte

Januar 2007
Tagungsort: Kloster Helfta (Eisleben)
Tagungscharakter: Fachschaftstagung der Fachschaft Geschichte im Cusanuswerk (Wirtschaftsgeschichte)

Historische Kulturwissenschaften - Konzepte und Methoden

November 2007
gemeinsam mit Andreas Hütig
Tagungsort: Mainz
Tagungscharakter: Interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung im Rahmen der Entwicklung eines Forschungsschwerpunktes "Historische Kulturwissenschaften" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Historische Kulturwissenschaften)
Aufgaben: Planung, Vorbereitung und Durchführung

Zwischenräume. Grenznahe Beziehungen in Europa seit den 1970er Jahren

September 2009
Leitung: Prof. Dr. Anita Prettenthaler-Ziegerhofer (Graz), Prof. Dr. Michael Kißener (Mainz)
Organisation gemeinsam mit Anita Prettenthaler-Ziegerhofer, Michael Kißener und Pia Nordblom
Tagungsort: Graz
Tagungscharakter: Internationale Tagung am Institut für Österreichische Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung (Beziehungsgeschichte, Verflechtungsgeschichte)
Aufgaben: Planung, Vorbereitung und Durchführung

Reformen. Grenzen und Möglichkeiten herrschaftlicher Steuerung durch institutionellen Wandel von der Antike bis zur Gegenwart

November 2009
Leitung: Prof. Dr. Jan Kusber; Prof. Dr. Matthias Schnettger; Prof. Dr. Michael Kißener; Prof. Dr. Andreas Rödder
Tagungsort: Mainz
Tagungscharakter: Fachwissenschaftliche Tagung (Politikgeschichte)
Aufgaben: Planung, Vorbereitung und Durchführung

Spurensuche. Methodologische Potentiale der Semiotik in der historisch- kulturwissenschaftlichen Forschung

26.06.2010
Leitung: Andreas Frings, Andreas Linsenmann, Sascha Weber
Tagungsort: Haus Maria Frieden, Mainz
Tagungscharakter: Workshop des Forums Junge Kulturwissenschaften im Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften (Mainz) (Wisenschaftstheorie der Kulturwissenschaften)
Aufgaben: Initiierung, Planung, Durchführung, Veröffentlichung der Ergebnisse in einem Sammelband

7. Wissenschaftliche Workshops

Spurensuche. Methodologische Potentiale der Semiotik in der historisch-kulturwissenschaftlichen Forschung

Wissenschaftlicher Workshop des Forums Junge Kulturwissenschaften mit Prof. Dr. Søren Kjørup am 25.06.2010 im Haus Maria Frieden in Mainz  

Ausschreibung

Die Semiotik gehört zu den wichtigsten Traditionslinien der modernen Kulturwissenschaften. Als umfassende Lehre von den Zeichen befasst sie sich mit einem der wichtigsten Gegenstände kulturwissenschaftlicher Forschung: Zeichen, also Artefakten, die Informationen über Zeit und Raum hinweg übermitteln und denen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive große Relevanz zugeschrieben wird. Zeichen sind dabei zunächst definiert als "etwas, das für etwas anderes steht". In Anlehnung an Charles Sanders Peirce wird dabei weiter differenziert in Index (ein Zeichen, das zu dem Bezeichneten in einer kausalen Beziehung steht), Ikon (ein Zeichen, das dem Bezeichneten ähnlich sieht) und Symbol (ein Zeichen, das zu dem Bezeichneten in einer willkürlichen, z.B. durch Konvention geschaffenen Beziehung steht).

Paradigmatisch denkt man bei solcherart definierten Zeichen meist an Wörter oder Bilder. Tatsächlich hat sich der deutlich größere Teil semiotischer Bemühungen in der jüngeren Vergangenheit auf konventionelle Zeichensysteme wie Sprachen oder auch auf Bilder gerichtet. Damit geriet jedoch eine wichtige semiotische Tradition teilweise in Vergessenheit: die Konzentration auf sogenannte indexikalische Zeichen. Schon in der Antike wurde das Augenmerk eher auf Zeichen von etwas als auf Zeichen für etwas gelegt. Zeichen galten als Spuren, deren Ursprung herauszufinden war, als Symptome eines bisher noch nicht entdeckten Sachverhaltes, den es aufzuspüren galt. Die These dieses Workshops lautet: Eine auf indexikalische Zeichen konzentrierte Semiotik ist der angemessenere methodologische Zugriff auf grundlegende Forschungsprobleme der Historischen Kulturwissenschaften als eine auf menschliche Symbolsysteme konzentrierte Perspektive.

Den damit verbundenen Fragen soll auf dem Workshop nachgegangen werden: Was bedeutet es, wenn Historische Kulturwissenschaftler gleich welcher Disziplin die Quellen ihrer Forschung als indexikalische Zeichen, sprich: als Spuren einer vergangenen Wirklichkeit, die sie zu rekonstruieren versuchen, verstehen? Das kann sowohl forschungspraktische (Wie finde ich eigentlich die Spuren der mich interessierenden Vergangenheit?) als auch methodische (Wie gehe ich mit solchen Spuren um? Wie lese ich sie?) und methodologische (was bedeutet das für die Selbstreflexion historisch‐kulturwissenschaftlicher Forschung?) Implikationen haben.

Ein "Hexenkessel der Geschichte"? Von der Schlacht auf dem Amselfeld zum Kosovo-Konflikt

Workshop im Rahmen der Ferienakademie des Cusanuswerkes "Geschichte schreiben. Vom Historischen zur Historie" (31.08.-12.09.2008, Papenburg)

Ausschreibung

"The Balkans are a region of pure memory: a Bosch-like tapestry of interlocking ethnic rivalries where medieval and modern history thread into each other. (...) Balkan violence is not a phenomenon of 'modern hate' like that in Algeria and the West Bank, fed by rising economic expectations and demographic stress. Southeastern Europe is a caldron of history – of unresolved border disputes and nationality questions created by the collapse of the multinational Hapsburg and Ottoman empires." So fasste der amerikanische Publizist Robert D. Kaplan seinen Reader's Guide zu den Kriegen auf dem Balkan (dem "Pulverfass Europas") 1993 zusammen. Westliche Diplomaten folgten dieser Logik eines historisch determinierten Konfliktgeschehens und sahen zu, wie vermeintlich geschichtsbesessene Völker einander die Köpfe einschlugen. Welche Rolle spielten Erinnerungen, Mythen und historische Erzählungen aber tatsächlich für die jugoslawischen Nachfolgekriege? Welche Erzählungen wurden in welchen Zusammenhängen und auf welche Weise präsentiert? Produzierten sie Hass, legitimierten sie ihn, und wenn ja: vor wem eigentlich? Wie hängen sie mit den tatsächlichen historischen Sachverhalten zusammen? Diesen Fragen wird der Workshop anhand von Quellen und Literatur nachgehen.

Die Orthodoxe Kirche – ein "Dienstmädchen" des Russländischen Reiches?

Workshop im Rahmen der Ferienakademie des Cusanuswerkes "Rom und Byzanz. Orthodoxie und Katholizität" (18.-29.02.2008, Niederalteich)

Ausschreibung

Orthodoxe Kirche und Religion sind, so meint man, integraler Bestandteil der russischen Geschichte und Gegenwart. Dabei wird leicht vergessen, dass das Russländische Reich in dem Moment, als Moskau zum „Dritten Rom“ und der Moskauer Großfürst zum orthodoxen Selbstherrscher und Zar aufstieg, bereits auf dem Wege in ein multiethnisches, multireligiöses, sozial und ökonomisch heterogenes und äußerst komplexes Reichsgefüge war. Die Orthodoxe Kirche besaß auf dem Markt der religiösen Angebote kein Monopol, wohl aber die Unterstützung der marktbeherrschenden Staatsgewalt. Damit nahm das orthodoxe Bekenntnis wichtige Funktionen innerhalb der Ordnungen des Russländischen Reiches ein, die jedoch auch stets gefährdet waren und sich mit der Zeit tiefgreifend wandelten. Die Funktionen und Wandlungen orthodoxer Religion im Kontext des Russländischen Reiches sind Gegenstand dieses Workshops.

8. Interessen in Lehre und Forschung

  • Osteuropäische Geschichte in Vormoderne und Moderne
  • Politik und Religion
  • Wissenschaftstheorie und Analytische Philosophie der Geschichtswissenschaft
  • Handlungstheorien in der Geschichtswissenschaft | Rational Choice und Geschichte
  • Methoden des geschichswissenschaftlichen Arbeitens
  • Politikgeschichte
  • Hochschuldidaktik im Fach Geschichte

Letztes hochschuldidaktisches Projekt

Geschichte können. Impulse zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik in geschichtswissenschaftlichen Proseminaren (Lehrprojekt; gefördert durch das Gutenberg-Lehrkolleg der JGU Mainz)

Proseminare gelten als zentrales Element im geschichtswissenschaftlichen Studium, denn sie zeichnen sich durch eine ausgeprägte Kompetenzorientierung aus: In ihnen sollen die Studierenden handwerklich-propädeutisch zum wissenschaftlichen Arbeiten befähigt werden. Der Katalog an zu vermittelnden Kompetenzen wird fortlaufend angepasst und weiterentwickelt. Hier setzt das Lehrprojekt an. Es soll Lehrenden nachhaltige Reflexions- und Wissensimpulse anbieten. Durch eine systematische Einbindung der Perspektive der Studierenden soll zudem eine Sensibilisierung der Lehrenden sowie eine bessere Vereinbarkeit der Perspektiven beider Seiten erreicht werden.  Hierzu gibt es im SoSe 2012 drei Veranstaltungen, die der Reflexion und Diskussion dienen. Im WiSe 2012/13 soll der Transfer in die Praxis folgen, flankiert durch Formen kollegialen Austauschs und Coachings. Zudem gibt es Online-Befragungen zu Selbstbildern und Rollenerwartungen von Studierenden, die wiederum in die Lehrkonzepte einfließen. Vorgesehen ist, die Erträge des Projekts zu publizieren.

Zeitschriftenaufsätze:

Bücher:

Buchbeiträge:

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